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OÖ. Bereits seit einigen Wochen und Monaten gilt in einigen Bezirken Oberösterreichs die Waldbrandschutz-Verordnung. Nun sind diese (ausgenommen Bezirk Schärding, diese folgt in den kommenden Tagen) von allen Bezirkshauptmannschaften erlassen worden. Aufgrund der geringen Regenmengen steigt die Waldbrandgefahr.

  1 / 2   Die Waldbrandgefahr ist aktuell hoch, im Bild Archivfoto Waldbrand in Wartberg im April. (Foto: TEAM FOTOKERSCHI.AT / SIMON BRANDSTÄTTER)

„Hohe Temperaturen in Kombination mit geringen Regenmengen steigern die Waldbrandgefahr massiv. Gerade im Norden Oberösterreichs gab es in den letzten Wochen nur wenige Millimeter Niederschlag – das entspricht einem Defizit von etwa 50 bis 90 Prozent im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt. Daher ist höchste Vorsicht geboten, um nicht unsere Natur und ehrenamtlichen Einsatzkräfte leichtsinnig zu gefährden“, appelliert Feuerwehr- und Forst-Landesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP).

Waldbrandschutz-Verordnung in Kraft

Mit dem Erlass im Bezirk Schärding in den kommenden Tagen ist in allen Bezirken die Waldbrandschutz-Verordnung in Kraft. „Verordnungen wie diese werden nicht aus Jux und Tollerei erlassen, diese sind im höchsten Ausmaß ernst gemeint und werden auch mit einer Freiheitsstrafe von bis zu vier Wochen oder mit hohen Geldstrafen bis zu 7.270 Euro geahndet“, so Langer-Weninger. „Bei besonders prekär vorliegenden Umstände können auch beide Strafmaßnahmen nebeneinander verhängt werden!“

Grad der Austrocknung unterschiedlich

Die Bezirksförster des Landes sind im Gelände unterwegs und beobachten den Boden- und Vegetationszustand. Aktuell ist der Grad der Austrocknung auch kleinräumig sehr unterschiedlich. Aufgrund der geringen Niederschlagsmengen sind die Oberböden im nördlichen Teil Oberösterreichs teils stark ausgetrocknet, wodurch eine deutlich erhöhte Waldbrandgefahr besteht. Auch in den Gebirgslagen, wo der August bislang deutlich mehr Regen gebracht hat als im Norden, besteht lokal ein erhöhtes Risiko. Insbesondere in den Kalkalpen, wo steiles Gelände, spezielle Bodeneigenschaften wie Humusböden und Karstlöcher sowie häufige Gewitter das Brandrisiko weiter verschärfen, ist Vorsicht geboten.

Sicherheitstipps zur Vermeidung von Waldbränden

  • Kein Gebrauch von offenem Licht und Feuer im Wald und in der Nähe von agrarisch genutzten Flächen
  • Keine Lagerfeuer im Wald, in Wald-Nähe und auf Wiesen
  • Rauchverbot im Wald unbedingt einhalten, keine Zigarettenreste wegwerfen. Auch für Autofahrer gilt: Keine Zigarettenreste aus dem Auto werfen.
  • Keine Glasflaschen oder Glasscherben in der Natur wegwerfen: Glasscherben können bei richtigem Sonnenlichteinfall die Wirkung eines Brennglases entfalten.
  • Fahrzeuge nicht auf ausgetrockneten Grasflächen abstellen (Katalysator, Auspuff und Partikelfilter erhitzen sich während des Betriebs und können leicht zum Ausgangspunkt für Bodenfeuer werden).
  • Zufahrtswege zum Wald freihalten, im Falle eines Waldbrandes muss die Feuerwehr zufahren können.

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