Digital Mile Linz unterstützt die Sichtbarmachung von Kindern und Jugendlichen mit Long Covid
LINZ. Mitarbeiter der Digital Mile Linz haben fleißig Spenden gesammelt. Sie unterstützen damit den Verein UN:LOCKJU, der sich für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Long Covid und ME/CFS einsetzt.
Unter dem Motto „Punsch trinken für den guten Zweck“ machte der Pop-up-Punschstand vor allen Unternehmen der Digital Mile, einem Zusammenschluss von zehn IT-Unternehmen im Linzer Hafen, Station. Mitarbeiter engagierten sich ehrenamtlich, schenkten Punsch aus, backten Kekse und sorgten gemeinsam mit Live-Musik für eine besondere Atmosphäre. Insgesamt kamen 5.130 Euro zusammen, die dem oö. Verein UN:LOKJU mit Sitz in Linz zugute kommt.
Der Verein macht junge Betroffene sichtbar und setzt sich für Information und Aufklärung, Vernetzung von Familien, Schulen und Fachstellen sowie für Kooperationen mit Bildung, Gesundheit und Politik ein. Denn Long Covid und ME/CFS sind noch immer nicht ausreichend erforscht und in der Gesellschaft wenig bekannt.
Viele der erkrankten Kinder und Jugendlichen sind durch die schwere, neuroimmunologische Multisystemerkrankung von Schmerzen, Puls- und Kreislaufstörungen, Muskelschwäche und Reizintoleranzen geplagt. Trotz oftmals hohem Pflege- und Unterstützungsbedarf wird derzeit keine Pflegestufe gewährt.
Viele Betroffene ziehen sich stark zurück und verbringen ihren Alltag in abgedunkelten Zimmern, um ihre begrenzte Energie so einzuteilen, dass sie zumindest in kleinen Dosen schulischen Anforderungen gerecht werden können – selbst das ist häufig nur eingeschränkt möglich. Eine große Entlastung wäre hier der Aufbau einer digitalen Schule, die es den Kindern ermöglichen würde, am Unterricht und an Leistungsüberprüfungen online teilzunehmen.
Sichtbarmachung der Erkrankung
Die Spendengelder der Digital Mile werden vor allem für die Sichtbarmachung der Erkrankung eingesetzt. In einem nächsten Schritt gestaltet ein Comiczeichner plakative Flyer, die als Sprachrohr für Betroffene dienen sollen. Ziel ist es, das Umfeld – von Schulen über Familien bis hin zu Institutionen – besser aufzuklären und die Vernetzung untereinander zu stärken, um langfristig Verständnis zu schaffen und konkrete Türen in Bildung und Gesellschaft zu öffnen.
„Gerade junge Menschen mit Long Covid kämpfen oft im Stillen – mit unserer Aktion wollen wir nicht nur finanziell helfen, sondern auch Aufmerksamkeit schaffen“, betont Georg Spiesberger, Initiator der Digital Mile. „Gemeinsam zeigen wir: Unsere Meile steht für Solidarität, Verantwortung und echte Unterstützung.“
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