Linzer BurschenBundBall trifft auf Gegendemonstration
LINZ. Zu Verzögerungen auf der Nibelungenbrücke und der Landstraße kann es am Samstagabend, 7. Februar, kommen. Im Palais wird der BurschenBundBall gefeiert, das Bündnis Linz gegen Rechts ruft zum Protest auf.
Der 76. BurschenBundBall geht im Palais Kaufmännischer Verein über die Bühne. Los geht es um 20 Uhr, die Eröffnung folgt um 20.30 Uhr.
Demo gegen BurschenBundBall
Zum Protest gegen den jährlichen Ball der deutschnationalen Burschenschaft Arminia Czernowitz ruft das Bündnis Linz gegen Rechts auf. Was als „gesellschaftliches Ereignis“ inszeniert werde, sei nichts anderes als ein Vernetzungstreffen der extremen Rechten mit Verbindungen zu hochrangigen politischen und wirtschaftlichen Vertretern. Der Burschenbundball stehe exemplarisch für die Normalisierung von Rassismus, Deutschnationalismus, Antisemitismus, Sexismus und autoritärem Gedankengut
„Deutschnationale Burschenschaften sind keine harmlosen Traditionsvereine, sondern reaktionäre Männerbünde mit einer zentralen Rolle in der rechten Szene. Sie wirken als ideologisches und personelles Bindeglied zwischen parlamentarischem und außerparlamentarischem Rechtsextremismus“, heißt es seitens des Bündnisses.
Auftakt ist um 17.30 Uhr am Maindeck des Ars Electronica Centers, gefolgt von einem Demonstrationszug über die Landstraße bis zur polizeilichen Sperrzone am Martin-Luther-Platz.
Reaktion von Ballpräsident Franz Obermayr
Auf Tips-Anfrage reagiert Franz Obermayr, Präsident des BuschenBundBalls, ruhig: „Es gibt in Österreich eine Demonstrationsfreiheit, nach der jeder demonstrieren darf. Über die Notwendigkeit oder die Sinnhaftigkeit dürfen die Bürger selber urteilen.“
Auf die konkreten Vorwürfe angesprochen, verweist er auf die vielen Vertreter des öffentlichen Lebens, die jährlich anwesend sind, und die Unsinnigkeit dieser Behauptungen zeigen würden.
WurstvomHundBall als Gegenpol
Am selben Abend übernimmt auch der 9. WurstvomHundBall wieder die Stadtwerkstatt. Der Ball sieht sich als antifaschistische Antwort auf den Burschenbundball – für eine bunte, solidarische und angstfreie Gesellschaft. Unter dem Motto „Keine Angst vor Vielfalt, keine Angst vor Gleichberechtigung“ wollen Linzer Kulturinitiativen gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen Patriarchat, rechte Hetze und gesellschaftliche Ausgrenzung setzen. Der Erlös wird wie im Vorjahr an die Sozialprojekte Zu-Flucht und U-N-D gespendet.
Die Tickets sind heiß begehrt und der Ball längst ausverkauft.
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