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LINZ. Der Protest der Bewohner hat sich bezahlt gemacht: Der Linzer Magistrat hat den Bau einer Tiefgarage in der Merkursiedlung am Pöstlingberg nicht bewilligt. 

Bewohner der Merkur Siedlung hatten sich gegen die geplante Tiefgarage zusammen getan. (Foto: Patrik Kozjak-Lesicki)

Ein Grazer Unternehmen hatte eine Tiefgarage mit 42 Stellplätzen und 22 weiteren an der Oberfläche unterhalb der Urbanskistraße zwischen dem Schablederweg und dem Riesenederfeld geplant. Bewohner der Merkur Siedlung stellten sich gegen das Projekt - und das nicht zum ersten Mal. Schon 2016 hatte das Unternehmen nahezu identische Pläne eingereicht. . 

Tips hat berichtet: https://www.tips.at/nachrichten/linz/land-leute/680559-poestlingberg-bewohner-der-merkur-siedlung-stellen-sich-gegen-geplante-tiefgarage

Offizieller Bescheid erteilt Bau eine Absage

Nun hat das Bau- und Bezirksverwaltungsamt dem Projekt einen Riegel vorgeschoben. Gründe seien laut Bescheid etwa, dass es im umliegenden Wohngebiet bereits mehr Stellplätze als Wohnungen gibt, ein zusätzlicher Bedarf deshalb nicht nachvollziehbar sei. 

„Diese Entscheidung ist die einzig richtige und ein klarer Sieg für den Naturschutz, den Erhalt des Stadtgrüns sowie die hier wohnenden Menschen, die sich immer klar und deutlich gegen die Garage ausgesprochen haben“, betont Gemeinderat Tomislav Pilipović, Planungssprecher der Grünen Linz. Nicht nur wären dem Bau Grünflächen und Bäume zum Opfer gefallen, er wäre womöglich nur die Vorstufe für weitere Bauvorhaben gewesen, so Pilipović. Zudem hätte der Verkehr mitten in einem Wohngebiet zugenommen. „Diese Tiefgarage wäre nur mit Nachteilen verbunden gewesen“, hält Pilipović fest.  

Der Erfolg dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese Tiefgarage von Anfang an baurechtlich unzulässig und abgelehnt hätte werden müssen, argumentiert LinzPlus.  “Endlich hat die Behörde die Reißleine gezogen. Das ändert aber nichts daran, dass die Behörde und der Planungsreferent diese eigentlich leicht durchschaubare List der WEGRAZ komplett ‘übersehen’ haben”, so Stadtentwickler Lorenz Potocnik: „Erst unser Aufdecken und Öffentlichmachen sowie der organisierte Widerstand der Anrainer:innen haben die Stadt aus der Passivität geholt.” “Mir war von Anfang an klar, dass es sich bei dieser Garage um ein Trojanisches Pferd handelt” ergänzt Brita Piovesan von LinzPLUS, “denn zuerst wollte die WEGRAZ offenbar ‘ganz diskret’ eine riesige Tiefgarage bauen, um dann in einem 2. Schritt ein Gebäude darauf zu setzen. Das machten die nahezu identischen Pläne aus dem Jahr 2016 deutlich.”


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