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LINZ. Nach dem Baustopp im Zuge der Kanalumlegung für die A26 im Bereich des Bergschlösslparks liegt nun ein umfassendes Baumschutzkonzept vor. Der im Erdreich steckengebliebene Bohrkopf machte eine Neuplanung der weiteren Vorgangsweise notwendig. Für Stadträtin Eva Schobesberger (Grüne) und Linz AG steht dabei der Schutz der wertvollen Altbäume im Park an oberster Stelle.

Beim Bergschlösslpark mussten Bäume weichen. (Foto: Volker Weihbold)
Beim Bergschlösslpark mussten Bäume weichen. (Foto: Volker Weihbold)

Die Linz AG führt im Auftrag der ASFINAG Kanalumleitungsarbeiten durch. Zum Einsatz kommt das sogenannte Microtunneling – ein weitgehend grabungsloses Verfahren für unterirdischen Rohrvortrieb. Nachdem der Bohrkopf im Boden stecken geblieben war, mussten Alternativen geprüft werden.

Das Ergebnis: Eine Bergung ist nur durch die Errichtung eines rund 17 Meter tiefen Schachtes direkt oberhalb des Bohrkopf-Standorts möglich. Nach der Bergung wird das Gerät leicht versetzt wieder eingesetzt. Nach einigen Metern trifft der Bohrkopf erneut auf die ursprüngliche Trasse, sodass die Arbeiten planmäßig abgeschlossen werden können. Anschließend wird der Schacht wieder verfüllt und die Oberfläche rekultiviert.

Umfassendes Baumschutzkonzept als Voraussetzung

Da sich die Baustelle in unmittelbarer Nähe sensibler Grünflächen befindet, wurde ein detailliertes Baumschutzkonzept zur Grundvoraussetzung für die Fortführung der Arbeiten. Mit der Ausarbeitung und Umsetzung wurde das Baumbüro von Ing. Marcus Geyer-Grois beauftragt.

Die wichtigsten Maßnahmen im Überblick:

  • Bestmöglicher Erhalt der bestehenden Bäume rund um die Baustelle

  • Verpflanzung einer Hemlocktanne, um ihren Standort zu sichern

  • Intensive baumfachliche Bauaufsicht während der gesamten Projektphase – von der Baustelleneinrichtung über die Bauarbeiten bis zur abschließenden Rekultivierung

  • Detaillierter Maßnahmenkatalog, der Schutzvorkehrungen für Wurzelraum, Stamm- und Kronenbereich definiert

Stadträtin Eva Schobesberger betont, dass der Schutz der alten und ökologisch wertvollen Bäume im Bergschlösslpark absolute Priorität habe. Ein plausibles und umfassendes Schutzkonzept sei daher unverzichtbar gewesen.

Auch die Linz AG unterstreicht den nachhaltigen Anspruch des Projekts. Generaldirektor Erich Haider verweist darauf, dass Baumschutz und Pflege von Grünräumen fest in der Unternehmensstrategie verankert seien.

Zusätzliche Klimamaßnahmen im Volksgartenviertel

Über das eigentliche Baumschutzkonzept hinaus setzt die Linz AG zusätzliche Maßnahmen: Im Zuge des Ausbaus des Fernkältenetzes werden im besonders betroffenen Volksgartenviertel zehn sogenannte Schwammstadtbäume gepflanzt.

Diese Bäume erhalten spezielle unterirdische Speicher- und Substratsysteme, die Regenwasser aufnehmen und langfristig verfügbar machen. Das verbessert die Wasserversorgung, stärkt die Widerstandsfähigkeit gegenüber Hitzeperioden und trägt zur Kühlung des Stadtklimas bei.

Die Linz AG übernimmt dabei die Kosten für Planung, Bau und Anwuchspflege.


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