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Linz plant Märkt-Novelle: Probebeleuchtung, günstigere Schanigärten und flexiblere Öffnungszeiten

Nora Heindl, 04.03.2026 16:15

LINZ. Längere Öffnungszeiten bei Weihnachtsmärkten, ein zusätzlicher Abend beim Urfahraner Markt und günstigere Schanigärten am Südbahnhofmarkt: Die Stadt Linz plant eine umfassende Reform der Marktordnung. Ziel ist es, die Märkte attraktiver zu machen und gleichzeitig Betriebe zu entlasten. Der Gemeinderat soll darüber am 19. März entscheiden.

Für den Urfahraner Markt soll am Tag vor dem offiziellen Beginn ein zusätzlicher Abendbetrieb unter dem Motto „Probebeleuchtung“ möglich werden. (Foto: Volker Weihbold)

„Wir wollen die Linzer Märkte weiter verbessern – sie sollen ihre Tradition fortführen und gleichzeitig am Puls der Zeit sein. Dafür braucht es eine umfassende Reform“, betont Marktreferent Vizebürgermeister Martin Hajart.

Eine zentrale Neuerung betrifft die Weihnachtsmärkte. Sie sollen ab kommenden Winter künftig freiwillig bis 22 Uhr geöffnet haben dürfen. Bisher ist um 19 Uhr Schluss. Damit soll besonders Berufstätigen mehr Zeit für einen Besuch nach der Arbeit gegeben werden.

Erstmals Urfahraner Markt mit Probebeleuchtung

Auch beim Urfahraner Markt ist eine Änderung geplant. Bereits heuer soll am Vorabend des Frühjahrsmarktes, am 30. April, erstmals eine sogenannte Probebeleuchtung stattfinden. Ab 17 Uhr sollen der Vergnügungspark und die Gastronomie öffnen.

„Mit dieser Probebeleuchtung verlängern wir das wichtige erste Wochenende um einen für die Besucher besonders attraktiven und für die Betriebe besonders umsatzstarken Abend“, sagt Hajart. Heuer fällt der Tag noch dazu günstig, mit dem Feiertag tags darauf am 1. Mai. Bewährt sich der Test, könnte der zusätzliche Abend künftig fix Teil des Marktes werden.

Außerdem wird der Vergnügungspark des Frühjahrsmarktes um drei neue Fahrgeschäfte vergrößert. 

Südbahnhofmarkt mit flexibleren Kernzeiten und verlässlicher Öffnung

Am Südbahnhofmarkt sollen die Öffnungszeiten flexibler gestaltet werden. Künftig soll unter der Woche nicht mehr eine fixe Uhrzeit entscheidend sein, sondern die tägliche Öffnungsdauer. Betriebe können ihre Öffnungszeiten so besser an Lieferungen, Personalplanung und Nachfrage anpassen.

Für Gastronomie und Lebensmittelbetriebe sind unter der Woche mindestens siebeneinhalb Stunden Öffnungszeit pro Tag vorgesehen, am Samstag sollen Zeiten von 9 bis 13 Uhr gelten. 

Günstigere Schanigärten für den Südbahnhofmarkt

Auch bei den Gebühren sind Änderungen geplant. Besonders Gastronomiebetriebe am Südbahnhofmarkt sollen profitieren: Schanigärten sollen künftig als Jahrestarif mit 100 Euro pro Quadratmeter berechnet werden. In der bisherigen Gebührenordnung lag der Tarif für diese Aufbauten bei 18,52 Euro pro Quadratmeter und Monat. Damit ist die neue Regelung günstiger und für Betriebe leichter planbar, denn viele hatten bei der Monatsabrechnung im Frühjahr oder Herbst bzw. im Winter keinen oder unterschiedlich große Schanigärten.

„Damit wollen wir die Schanigartensaison verlängern und die Genuss-Gastronomie am Südbahnhofmarkt stärken“, ergänzt Hajart.

Tarife werden neu geordnet

Generell will die Stadt Linz das Tarifsystem nachvollziehbarer gestalten. Die Gebühren sollen künftig stärker nach Größe und Lage der Stände differenziert werden. Vor allem im Gastronomie- und Konsumationsbereich sind Anpassungen vorgesehen.

Während es bei den Schanigärten am Südbahnhofmarkt zu einer Entlastung kommt, werden die Gebühren bei den Konsumations- und Gastronomiebetrieben je nach Größe und Lage angehoben; ausgenommen im Bereich Urfahranermarkt Ost. Angehoben werden auch die Gebühren für Süßwarenstände, die bisher den gleichen Tarif wie Kunsthandwerk gezahlt haben. Keine Erhöhung soll es für Lebensmittel- und Nahversorgungsstände geben. 


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