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Restaurant Verdi in Linz: ein Tisch für die Gäste mitten in der Küche

Nora Heindl, 31.03.2026 14:53

LINZ. „Hier entsteht eine Welt des Genusses“ steht auf einem Transparent. Seit Oktober wird im Restaurant Verdi umgebaut. Während der Betrieb ungestört weiterläuft, wird unter anderem die Küche vergrößert  – samt exklusivem Chef's Table für die Gäste.

Seit Oktober wird umgebaut, der Betrieb läuft normal weiter. (Foto: Tips/Stitz)
  1 / 2   Seit Oktober wird umgebaut, der Betrieb läuft normal weiter. (Foto: Tips/Stitz)

„Es ist das größte Projekt, das wir je hatten, und es wird eine richtig coole Geschichte“, erzählt Küchenchef Philipp Lukas. Seit Oktober wird im Restaurant Verdi an der Pachmayrstraße umgebaut. Die Eröffnung war ursprünglich für April geplant, „es wird aber Spätsommer werden“, so Lukas.

Küche wird Erlebnisraum

Die Gästeräume sind vom Umbau nicht betroffen, der Betrieb läuft ungestört weiter. Sehr wohl wird hinter den Kulissen aber die Küche vergrößert und modernisiert. Das zukünftige Highlight darin: ein sogenannter Chef's Table für rund zehn Personen. „Die Gäste können bei uns ganz exklusiv in der Küche sitzen, alles hautnah miterleben und uns beim Kochen auf die Finger schauen“, erklärt Lukas. Die Nachfrage sei schon jetzt groß: „Viele Gäste sagen jetzt schon, dass das ihr Tisch wird.“

Neben der Küche entstehen auch neue Mitarbeiterräume.

Der Umgang macht's

Trotz Baustelle bleibt die Qualität konstant hoch. Das Verdi wurde kürzlich mit 95 Falstaff-Punkten ausgezeichnet – Bestwert in Linz – und konnte auch seinen Michelin-Stern halten. Für Lukas ein Schlüssel zum Erfolg: „Ich glaube, es ist wichtig, dass man jeden Tag sein Bestes geben will.“ Das bezieht er nicht nur auf sich selbst: „Ich habe ein sehr junges Team, das richtig Lust am Kochen hat.“

Entscheidend ist für ihn auch der Umgang miteinander. „Auch ich habe Stationen erlebt, wo es sehr hart zuging. Wenn du das heute so machst, hast du keinen mehr in der Küche. Du musst deine Mitarbeiter mit Respekt behandeln. Natürlich musst du sie auch fordern, aber herumzuschreien geht sich heutzutage nicht mehr aus.“ Passt mal etwas nicht, wird es im Nachhinein ausgesprochen. „In der Emotion sagt man was, was nicht passt. Deshalb rede ich mit meinen Leuten immer erst, wenn der Stress vorbei ist.“ Davon abgesehen: „Fehler passieren, uns allen, das ist normal.“

Der eingeschlagene Weg scheint zu funktionieren. Mitarbeitersorgen hat der 30-Jährige aktuell keine. „Auch wir hatten schon richtig schwierige Jahre, aber derzeit bin ich sehr zufrieden und hoffe, dass das so bleibt.“ Er ist sich der Brisanz aber durchaus bewusst. Durch seinen Lehrling weiß er: „In der Schule haben sie nur zwei Kochklassen. Als ich in der Lehre war, waren es sechs.“

Koch in dritter Generation

Seit über 60 Jahren gibt's das Verdi jetzt schon. Ursprünglich wollte ein Italiener ein Hotel umsetzen. „Aber es war halt nur ein Haus und die Pachmayrstraße damals nur ein Schotterweg. Das hat einfach nicht zusammengepasst und dann hat es mein Opa gekauft.“ Geblieben ist der Name Verdi.

Seither ist es in Familienhand. Philipp Lukas führt es in dritter Generation. Seit zwei Jahren ist er alleiniger Küchenchef. Seine Eltern stehen ihm tatkräftig zur Seite: Vater Erich hilft noch öfters in der Küche aus, Mama Helga ist im Service.

Dass er selbst einmal Koch werden will, war für Philipp Lukas übrigens von Kindesbeinen an klar. „Wir wohnen direkt darüber und ich war den ganzen Tag über mitten im Geschehen. Vor allem, wie schnell die Köche schneiden konnten, hat mich als Kind komplett fasziniert.“ 


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