Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

"Kindheit im Dauerkrisenmodus": Kinderfreunde laden zur Podiumsdiskussion

Nora Heindl, 21.04.2026 15:05

LINZ. Kriege, Klimakrise, Gewalt, Fake News – Kinder wachsen in einer Welt permanenter Krisenmeldungen auf. Sie hören zu, sehen mit und stellen Fragen. Wie können Erwachsene Orientierung geben, ohne zu überfordern? Bei einer Podiumsdiskussion der Kinderfreunde OÖ am Dienstag, 28. April, 18 Uhr, im Wissensturm (und auch per Livestream) wird genau dieser Frage nachgegangen. Der Eintritt ist frei.

Kinder kommen oft ungefragt mit verstörenden oder irreführenden Inhalten in Kontakt. (Foto: Larysa/stock.adobe.com)

Wie verändert sich mediale Berichterstattung? Wie entsteht Aufmerksamkeit und welche Rolle spielen Skandalisierung, Dramatisierung und explizite Bilder? Kinder kommen dabei oft ungefragt mit verstörenden oder irreführenden Inhalten in Kontakt – von Gewaltbildern über Falschinformationen bis hin zu extremen Meinungen.

Die Veranstaltung „Kindheit im Dauerkrisenmodus: Orientierung geben in unsicheren Zeiten“ greift diese Entwicklungen auf und ordnet sie ein. Ziel ist es, aktuelle gesellschaftliche Dynamiken verständlich zu machen und praxisnahe Handlungsmöglichkeiten für Familien, Pädagogen sowie Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen aufzuzeigen.

Kinderschutz im digitalen Raum

„Kinder haben ein Recht auf Schutz und eine gesunde Entwicklung – auch im digitalen Raum. Gerade in Zeiten von Krisen und Informationsflut braucht es klare Regeln und Erwachsene, die Orientierung geben“, betont Helmut Gotthartsleitner, Vorsitzender der Kinderfreunde OÖ. Plattformen dürfen keine Räume sein, „in denen Angst, Druck und Manipulation dominieren.“

Auch Antonia Titze, Social Media Managerin und TikTok-Host bei Der Standard, sieht dringenden Handlungsbedarf: „Die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen muss gestärkt werden, damit sie Inhalte einordnen und Quellen hinterfragen können. Gleichzeitig reicht es nicht, die Verantwortung nur bei den Nutzerinnen und Nutzern zu sehen – auch Plattformen müssen stärker rechtlich in die Pflicht genommen werden, etwa bei Algorithmen. Ein pauschales Social-Media-Verbot ist nicht zielführend.“

Für Andrea Wurz, Elternbildnerin und Leiterin des Innerversum Linz, steht die emotionale Begleitung im Vordergrund: „Kinder brauchen das Gefühl der Sicherheit. Sie wollen mit all ihren Emotionen gesehen und begleitet werden.“

Auch Bildungseinrichtungen spielen eine zentrale Rolle, wie Fatlinda Ibraimi, Trainerin bei Teach For Austria, unterstreicht: Schulen können ein Umfeld schaffen, „in dem Kinder lernen, Informationen kritisch zu hinterfragen und selbstbewusst mit Krisen und schwierigen Themen umzugehen“. Die Förderung von Resilienz und Medienkompetenz sei dabei entscheidend.

Beteiligung erwünscht

Neben fachlichen Inputs setzt die Veranstaltung bewusst auch auf Beteiligung: Fragen von Kindern und Jugendlichen werden gesammelt und direkt in die Diskussion eingebracht. Fragen bitte hier hinschicken: meinung@kinderfreunde-ooe.at

Anmeldung: https://kinderfreunde.at/news/oberoesterreich/lo/podiumsdiskussion-kindheit-im-dauerkrisenmodus-orientierung-geben-in-unsicheren-zeiten-1

Link zum Livestream nach Anmeldung 


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden