LINZ. Nach jüngsten Vorfällen in Linz, darunter die Beil-Attacke am Südbahnhofmarkt, kündigen Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) und Sicherheits-Stadtrat Michael Raml (FPÖ) an, den Sicherheitsgipfel in Linz einzuberufen. Zuvor hatte Vizebürgermeister Martin Hajart (ÖVP) die Einberufung gefordert.

Vertreter von Polizei sowie Experten aus dem Präventions- und Sozialbereich werden zu dem Gipfel eingeladen. „In diesem Rahmen sollen sowohl sicherheitsbehördliche als auch sozialpolitische und präventive Aspekte behandelt werden. Dabei wird es insbesondere um die aktuelle Lage an sensiblen Orten, um Präventionsarbeit, um die Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Einrichtungen sowie um mögliche zusätzliche Maßnahmen gehen“, teilt die Stadt Linz mit.
Mehrere Vorfälle
Mehrere Vorfälle haben sich in Linz zuletzt ereignet: Ein tödlicher Messerangriff auf der Landstraße Mitte März und die brutale Beil-Attacke am Südbahnhofmarkt vergangene Woche. Ebenfalls vergangene Woche wurde bei einem Polizeieinsatz in einer Linzer Wohnung ein Mann laut derzeitigem Ermittlungsstand in Notwehr tödlich verletzt.
„Die jüngsten Vorfälle haben viele Menschen in Linz verunsichert. Gerade deshalb ist es wichtig, die Situation sachlich aufzuarbeiten und gemeinsam mit den zuständigen Stellen konkrete Schritte zu beraten. Wir haben den Sicherheitsgipfel bereits nach dem Vorfall am Südbahnhofmarkt vereinbart, aber zugewartet, um nicht vorschnell zu reagieren“, so Bürgermeister Prammer.
Stadtrat Raml: „Das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung hat durch die brutalen Attacken auf offener Straße in der Innenstadt massiv gelitten. Zusätzlich zu einer umfassenden sachlichen Lagebeurteilung wird es beim Sicherheitsgipfel daher vor allem darum gehen, dass die Stadt gemeinsam mit der Polizei und Experten aus dem Präventions- und Sozialbereich konkrete Sicherheitsmaßnahmen bespricht und umsetzt.“
Hajart: „Müssen als Stadt aktiv werden“
Vizebürgermeister Martin Hajart (ÖVP) unterstützt die Einberufung, forderte diese auch zuvor. Hajart sieht auch zunehmend wachsende Probleme mit Drogenkonsum. „Wir müssen als Stadt aktiv werden, man kann angesichts dieser Vorfälle nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Ich verlange zeitnah eine Sicherheitskonferenz der Stadt Linz – und zwar mit allen relevanten Akteuren: politische Vertreter, Polizei, Suchtexperten und Streetworker. Nur gemeinsam können wir nachhaltige Lösungen erarbeiten.“ Die Linzer VP fordert auch ein modernes Drogenmonitoring mittels Abwasseranalysen. Es solle ein System aufgebaut werden, mittels dem nach Stadtteilen der Suchtmittel-Konsum nachverfolgt werden kann.


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