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Ordensklinikum Linz: neue Forschungsergebnisse unterstützen Prognose von schwarzem Hautkrebs

Nora Heindl, 26.05.2026 14:30

LINZ. Ein Forschungsprojekt am Ordensklinikum Linz liefert vielversprechende neue Ansätze zur frühzeitigen Risikoabschätzung bei Patienten mit schwarzem Hautkrebs (Melanom).

Peter Schröcksnadel (2. v. r.) bei einem Besuch im Forschungslabor mit Leonhard Stöckl (v. l.) Nobert Sepp, Melanie Rammer und Gerald Webersinke (Foto: Ordensklinikum Linz)

Im Zentrum des Projekts stehen sogenannte zirkulierende Tumorzellen (CTCs). Dabei handelt es sich um einzelne Krebszellen, die sich vom Primärtumor ablösen und über die Blutbahn im Körper zirkulieren. Sie gelten als früher Hinweis auf eine mögliche Ausbreitung der Erkrankung, häufig lange bevor Metastasen klinisch nachweisbar sind. 

Die Entdeckung dieser seltenen Tumorzellen beim Melanom war bisher technisch jedoch besonders anspruchsvoll und bislang nicht flächendeckend etabliert. Dank der Zusammenarbeit mit Forscherteams aus Kopenhagen und Vancouver ist es nun erstmals möglich, CTCs zuverlässig aus einer Blutprobe, zu isolieren und detailliert zu analysieren.

Neue Erkenntnisse für frühe Melanomstadien

Die nun veröffentlichte Studie liefert insbesondere für frühe Melanomstadien wichtige neue Daten. Die Ergebnisse zeigen, dass zirkulierende Tumorzellen bereits in frühen Krankheitsstadien nachweisbar sind und ihr Auftreten mit einer ungünstigeren Prognose einhergeht.

„Diese Publikation bestätigt, dass zirkulierende Tumorzellen einen vielversprechenden zusätzlichen minimalinvasiven Biomarker darstellen. Gleichzeitig liefern die Daten weitere Hinweise darauf, dass die Metastasierung bereits lange vor der klinischen Manifestation beginnt“, erklärt Projektleiter und Primar der Abteilung für Dermatologie Norbert Sepp.

Ein wesentlicher Aspekt der Forschung liegt darin, Hochrisikopatienten künftig früher identifizieren zu können, als dies mit klassischen diagnostischen Verfahren bislang möglich ist, und somit auch früher und individueller behandeln zu können. 

Über das Forschungsprojekt

Das Forschungsprojekt am Ordensklinikum Linz ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Abteilung für Dermatologie und dem Labor für molekulargenetische Diagnostik und wurde im September 2018 von Peter Schröcksnadel, langjähriger Präsident des Österreichischen Skiverbandes, initiiert sowie finanziell unterstützt.

„Als familiär medizinisch ‚vorbelastet‘ sowie grundsätzlich als medizinisch Interessierter hat die Krebsforschung, die ich in Vancouver und Kopenhagen schon seit 2013 unterstütze, große Fortschritte in den letzten Jahren gezeigt. Besonders freut mich, dass Teilbereiche auch in Österreich, konkret in Linz und Innsbruck, durchgeführt werden“, so Initiator Schröcksnadel.


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