Linzer Ex-Bürgermeister Luger am Freitag vor Gericht
LINZ. Am Freitag, 3. Juli, findet am Landesgericht Linz die Verhandlung gegen den Linzer Ex-Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) statt. Eine Diversion wurde zuvor aufgehoben.

Von 9 bis 12 Uhr ist die Verhandlung am Landesgericht Linz anberaumt. Luger muss sich wegen Untreue verantworten. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Luger hatte bekanntlich ein Gutachten beauftragt, das herausfinden sollte, wer beim Auswahlverfahren für die künstlerische Geschäftsführung der Linzer Veranstaltungsgesellschaft LIVA und der Intendanz des Brucknerhauses interveniert und dem gekürten Kandidaten Dietmar Kerschbaum die Fragen im Vorfeld zugespielt hatte.
Im besseren Wissen – er selbst soll die Fragen zum Hearing Kerschbaum zukommen haben lassen. Luger trat am 23. August 2024 als Linzer Bürgermeister zurück.
Der Schaden wird mit 19.061,15 Euro angegeben. Eine Diversion wurde vom Oberlandesgericht gekippt. Der Richtersenat entschied, dass Schadensgutmachung und die Zahlung des Geldbetrags von 20.000 Euro „der Öffentlichkeit kein ausreichendes Signal“ vermitteln, dass jeder die Gesetze einzuhalten hat.
Geplant sind die Einvernahme des Beschuldigten und Zeugeneinvernahmen des ehemaligen Rechtsvertreters, zweier damaliger Aufsichtsratsmitglieder der LIVA und des ehemaligen kaufmännischen Geschäftsführers der LIVA.
Der Strafrahmen beträgt bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe. Es gilt die Unschuldsvermutung.


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