Vom Zirbenwald auf den Südbahnhofmarkt – Alois und Benjamin Röbl bringen ein Stück Alpentradition nach Linz
LINZ. Nach dem vollständigen Ernteausfall im vergangenen Jahr gibt es heuer wieder reichlich Zirbenzapfen.

Für Familie Röbl bedeutet das, früh aufzustehen, ins Auto zu steigen und Richtung Steiermark und Kärnten aufzubrechen, um die jungen Zapfen persönlich bei ihren Produzenten abzuholen und auf den Linzer Südbahnhofmarkt zu bringen. Gleichzeitig kündigt sich mit den ersten Zwetschken aus dem Traisental bereits die nächste Saison des Sommers an.
Zirben und Zwetschken
Am Linzer Südbahnhofmarkt dauert eine Saison manchmal nur wenige Wochen. Kaum klingt die Marillensaison langsam aus, beginnt schon das nächste Kapitel des Sommers: In Kärnten und der Steiermark werden die jungen Zirbenzapfen geerntet, während im Traisental bereits die ersten Zwetschken reifen.
Für Alois und Benjamin Röbl beginnt ein Einkauf oft mit einem Gespräch. Sie nehmen sich Zeit für ihre Produzenten, interessieren sich für die Menschen hinter den Produkten und sehen sich gerne selbst an, wo gerade geerntet wird.
Während viele ihren Sommerurlaub planen, führt der Weg der beiden deshalb in diesen Tagen in die Berge. Nicht zum Wandern, sondern dorthin, wo die jungen Zirbenzapfen gerade geerntet werden.
Bevor die Zirbenzapfen in Linz ankommen, begleiten Alois und Benjamin Röbl die Ernte, tauschen sich mit ihren Produzenten aus und nehmen die Zapfen schließlich selbst mit zurück auf den Südbahnhofmarkt.
„Es ist einfach etwas anderes, wenn man die Menschen hinter den Produkten kennt. Gerade bei Naturprodukten sieht man vor Ort erst, wie viel Handarbeit, Know-How und Sorgfalt dahintersteckt“, erzählt Alois Röbl.
Von Hand gepflückt
Die Zirbe wächst dort, wo andere Bäume längst aufgeben – zwischen etwa 1.500 und 2.400 Metern Seehöhe. Das raue Klima und die hochalpine Lage prägen ihren unverwechselbaren Charakter. Die jungen, grünen Zapfen können nur wenige Wochen im Jahr geerntet werden. Jeder einzelne wird von Hand gepflückt – oft in steilem Gelände und mit viel Erfahrung.Nach dem nahezu vollständigen Ernteausfall im vergangenen Jahr ist die Freude heuer besonders groß.
„Letztes Jahr mussten wir viele Vorbestellungen schweren Herzens absagen. Umso schöner ist es, dass wir heuer wieder genügend wunderschöne Zirbenzapfen anbieten können“, freut sich Juniorchef Benjamin Röbl.
Die Zirbe kann mehr, als viele denken
Die meisten verbinden Zirbenzapfen mit dem klassischen Zirbenschnaps. Doch die Zapfen können weit mehr. Sie eignen sich hervorragend für aromatischen Zirbensirup, der mit Mineralwasser zu einer erfrischenden Berglimonade wird, oder zum Einlegen in Honig, der dadurch ein feines Zirbenaroma erhält.
Flyer mit Rezepten
Wer heuer zum ersten Mal Zirbenschnaps oder Zirbensirup ansetzen möchte, muss nicht lange nach Rezepten suchen. Das Team von Röblfrüchte hat dafür einen kostenlosen Rezeptflyer gestaltet. Darin finden sich einfache Anleitungen, praktische Tipps und viele kleine Kniffe – vom Entfernen des Zirbenstrunks bis zur fertigen Flasche.„Das Schönste ist, wenn Kundinnen und Kunden ein paar Wochen später wieder vorbeikommen und erzählen, wie ihr Sirup oder Schnaps geworden ist. Genau solche Begegnungen machen den Südbahnhofmarkt für uns besonders“, erzählt Benjamin Röbl.
Mit der Zirbenzeit beginnt auch die Zwetschkensaison
Kaum sind die Zirbenzapfen am Markt angekommen, beginnt bereits die nächste Saison.Die ersten Zwetschken aus dem Traisental treffen ein. Viele der Marillen, Äpfel, Birnen und auch die Zwetschken bezieht Familie Röbl von Obstbauer Alfred Marzy, dessen Früchte seit vielen Jahren ihren festen Platz in ihrer Koje am Südbahnhofmarkt haben.
„Jede Jahreszeit hat ihren eigenen Geschmack. Für uns schmeckt der Hochsommer nach Zirbe und nach Zwetschken. Kaum verabschieden sich die Marillen, freuen wir uns schon auf die ersten Zwetschken – erst die Frühsorten, dann die großen Zuckerzwetschken und zuletzt die aromatischen Hauszwetschken. Genau dieser Wechsel macht den Markt jedes Jahr aufs Neue spannend“, sagt Alois Röbl.
Jede Saison erzählt ihre eigene Geschichte
Am Südbahnhofmarkt gibt es kaum Stillstand. Kaum verabschiedet sich eine Saison, beginnt schon die nächste. Vielleicht ist genau das das Schönste am Markt: Jede Woche bringt etwas Neues. Manche Produkte begleiten uns den ganzen Sommer, andere – wie die jungen Zirbenzapfen – nur wenige Wochen. Gerade deshalb lohnt es sich, diese kurzen Genussmomente nicht vorbeiziehen zu lassen.
Wer heuer selbst Zirbenschnaps, Zirbensirup oder Zirbenhonig ansetzen möchte, findet die frisch geernteten Zirbenzapfen derzeit bei Röblfrüchte am Linzer Südbahnhofmarkt – inklusive kostenlosem Rezeptflyer. Und während die Zirbenzeit noch läuft, kündigen die ersten Zwetschken aus dem Traisental bereits das nächste Kapitel des Sommers an.


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