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LINZ. Die Uferkante am Urfahraner Donauufer wird neu gestaltet mit Sitzstufen, Aussichtsplattform, Ruhebereich und großen Bäumen. Die Bauarbeiten starten nach dem Herbstmarkt am 19. Oktober und sollen bis zum Frühjahrsmarkt 2027 abgeschlossen sein. 

So sollen die neuen Sitzstufen ausschauen. (Foto: Architekturkollektiv G.U.T.)
  1 / 4   So sollen die neuen Sitzstufen ausschauen. (Foto: Architekturkollektiv G.U.T.)

Im Mittelpunkt des Projekts stehen drei Elemente: Sitzstufen, eine Aussichtsplattform sowie ein Ruhebereich. Die Sitzstufen schaffen einen direkten Zugang zum Wasser und sollen Platz zum Treffen, Ausruhen oder für kleinere Veranstaltungen bieten. Die Aussichtsplattform eröffnet neue Blicke auf die Donau. Der geschützte Ruhebereich soll das Angebot als Ort zum Entspannen ergänzen. Farbige Markierungen verbinden die drei Bereiche und erleichtern die Orientierung.

Zusätzlich werden 13 neue großkronige Bäume, darunter Platanen, Grauerlen und Silberweiden, gepflanzt, um für mehr Schatten zu sorgen. Gleichzeitig wird auf den Schutz der bestehenden Bäume ein besonderes Augenmerk gelegt. Fundamente und Bauteile werden so gesetzt, dass deren Wurzeln nicht beeinträchtigt werden.

Weitere Sitzmöglichkeiten, Trinkbrunnen, Fahrradständer und besser nutzbare Zugänge zu den Anlegestellen runden die Neugestaltung ab. 

Unverändert bleibt der bestehende Blocksteinwurf am Ufer. Auch der Treppelweg, der Fahrradstreifen, die Anlegestellen und die Einrichtungen zur Befestigung von Schiffen bleiben erhalten. 

„Die Donau bestimmt das Stadtbild von Linz und gehört zu den wichtigsten Lebensräumen unserer Stadt. Mit der neuen Uferkante attraktiveren wir einen Ort, an dem Menschen gern Zeit verbringen und einander begegnen. Die drei klaren Elemente geben dem Bereich Struktur und machen ihn vielseitig nutzbar“, betont Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ).

„Die Neugestaltung der Uferkante ist aus meiner Sicht ein wichtiger erster Schritt, um das Donauufer aufzuwerten. Gleichzeitig ist klar, dass die Entwicklung damit nicht abgeschlossen ist und auch eine Begrünung des Jahrmarktareals erfolgen muss. Ziel muss sein, dass wir diesen eigentlich schönsten Ort von Linz den Menschen wieder zurückgeben“, so auch Stadträtin Eva Schobesberger (Grüne). Konkret heiße das, dass man Verbesserungen für die Anrainer erreichen und gleichzeitig das Areal für die ganzjährige Nutzbarkeit und den Urfahrmarkt aufwerten müsse. Das entsprechende Budget für diesen Planungsprozess sei bereits genehmigt. 

Neue Uferkante „nur Provinz-Lösung“ 

Noch bevor das 1,7 Millionen Euro-Projekt am Donnerstag, 6. August, im Stadtsenat beschlossen wurde, zeigte sich Vizebürgermeister und Stadtparteiobmann Martin Hajart (ÖVP) enttäuscht. Das Projekt sei wieder nur eine Provinzlösung. Von der großen Vision sei nicht mehr viel übriggeblieben. Lediglich zehn Prozent der rund einen Kilometer langen Uferkante zwischen zwischen Naturstrand Alturfahr und SV Urfahr-Platz würden damit umgestaltet werden. „Das ist uns definitiv zu wenig. Das kann doch nicht alles sein“, so Hajart. Noch dazu komme, dass die neue Gestaltungsvariante teurer sei als geplant. 

Zwar hat Hajart schon vor der Senatssitzung bekannt gegeben, den Ausbauplänen als überfälligen ersten Schritt zuzustimmen, er pocht aber auf ein Gesamtkonzept, transparente Pläne und echte Einbindung der Bevölkerung.  „Einzelne Sitz- und Aufenthaltsbereiche sind zwar eine Verbesserung, schöpfen das große Potenzial an der Donau aber bei Weitem nicht aus“, pocht Hajart.

„Badebucht darf nicht in Schublade verschwinden“

Unabhängig von der Umgestaltung der Uferkante bleibt für die VP Linz das Konzept der Linzer Badebucht im östlichen Bereich des Urfahraner Jahrmarktareals ein Beispiel dafür, welcher Mehrwert an der Donau geschaffen werden könnte. Statt nur einzelne Bereiche zu verändern, brauche es ein zusammenhängendes Konzept mit mehr Begrünung, Schatten, Aufenthaltsqualität und einem besseren Zugang zum Wasser.

 “Die Badebucht wäre genau jener große Wurf, den Linz an der Donau braucht. Sie würde einen neuen Freizeit- und Erholungsraum mitten in der Stadt schaffen. Diese Idee darf nicht endgültig in einer Schublade verschwinden, sondern muss im Zuge eines Gesamtkonzepts weiterverfolgt werden“, erklärt Hajart.

 


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