Anrainer beklagen Müllprobleme in der Wohnsiedlung Kopernikusstraße
LINZ. Illegale Müllablagerungen sind in der Wohnsiedlung Kopernikusstraße ein wiederkehrendes Problem.

Nach Beschwerden von Anrainern kritisiert FPÖ-Gemeinderat Željko Malešević die Zustände in der WAG-Siedlung in der Kopernikusstraße im Stadtteil Spallerhof. „Ich bin über die Zustände in der Siedlung entsetzt. An vielen Stellen liegt Sperrmüll herum. Sogar in den Wohngebäuden stehen alte Möbelstücke, die laut Anrainern bereits seit ein bis zwei Jahren dort lagern würden“, so der freiheitliche Gemeinderat.
Zusätzlich beanstandet Malešević den Zustand der Grünflächen entlang der Zufahrten. Diese seien durch unerlaubtes Befahren teils erheblich beschädigt. „Erst vor Kurzem wurde eine Grünfläche neu gestaltet, die mittlerweile bereits deutliche Reifenspuren aufweist“, so Malešević. Der Vorschlag der Anrainer, einen Zufahrtsschrankenschranken zu errichten, sei von der WAG mit der Begründung abgelehnt worden, dieser würde den Winterdienst behindern. „Dieses Argument überzeugt mich nicht, denn es gibt zahlreiche Wohnanlagen in Linz, in denen Schrankenanlagen bestehen und der Winterdienst dennoch problemlos funktioniert“, so Malešević.
Raml für Wiedereinführung von Hausmeistern
Unterstützung erhält Malešević vom freiheitlichen Sicherheitsstadtrat Michael Raml: „Die zunehmende Vermüllung, Lärmbelästigung und der Vandalismus in Wohnanlagen beeinträchtigen die Lebensqualität vieler Linzer erheblich. Früher waren Hausmeister Garanten für Ordnung und Sicherheit. Sie kannten ihre Nachbarschaft, standen in engem Kontakt mit den Bewohnern und hatten ein Auge auf das Geschehen in der Wohnanlage. Die Rückkehr der Hausmeister wäre eine Investition in mehr Lebensqualität“, so Raml.
WAG: „Auf Mithilfe der Bewohner angewiesen“
Bei der WAG weiß man um die Probleme. „Illegale Müllablagerungen sind in der Wohnanlage Kopernikusstraße leider ein wiederkehrendes Problem. Der zuletzt beanstandete Sperrmüll vor den Häusern wurde inzwischen entfernt. Wir informieren die Bewohnerinnen und Bewohner regelmäßig über die vorgesehenen Entsorgungsmöglichkeiten und weisen auch mehrmals jährlich auch auf kostenlose Entrümpelungsaktionen hin. Dennoch kommt es immer wieder zu unerlaubten Ablagerungen“, heißt es auf Tips-Nachfrage.
Bei in Kellern und anderen Allgemeinbereichen abgestellten Möbeln sei die Situation rechtlich komplexer, da diese nicht ohne Weiteres entfernt werden dürfen. „Bei Beschwerden prüfen wir den Sachverhalt daher vor Ort und setzen entsprechende Fristen zur Entfernung.“
Bezüglich der Zufahrten seien bereits entsprechende Maßnahmen beauftragt worden, die unberechtigtes Zufahren zu den Wohngebäuden in der Kopernikusstraße künftig verhindern werden.
Von Seiten der WAG wird betont: „Uns ist wichtig, dass die Wohnanlage gepflegt und lebenswert bleibt. Dafür ergreifen wir die notwendigen Maßnahmen, wobei wir auch auf die Mithilfe der Bewohnerinnen und Bewohner angewiesen sind – insbesondere, was die ordnungsgemäße Entsorgung von Sperrmüll und die Einhaltung der Regeln in der Wohnanlage betrifft.“








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