HYPO Oberösterreich wächst bei Krediten und Einlagen
LINZ. Die HYPO Oberösterreich hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich mehr neue Kredite vergeben. Auch Kundeneinlagen und das gesamte Finanzierungsvolumen stiegen. Der Gewinn vor Steuern lag aber unter dem Wert des Vorjahres.

Die Bank vergab von Jänner bis Juni quer über alle Geschäftsbereiche neue Kredite im Wert von 575 Millionen Euro. Das sind um 53,6 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025 (2025: 374,3 Mio Euro).
Das gesamte Finanzierungsvolumen erhöhte sich um 2,4 Prozent auf 7,075 Milliarden Euro. Damit wurde erstmals in der Unternehmensgeschichte die Marke von sieben Milliarden Euro überschritten.
„Den Wirtschaftsaufschwung zu Jahresbeginn konnten wir insbesondere im Kreditgeschäft nutzen. Der Beginn des Irankriegs sorgte im zweiten Quartal für einen gesamtwirtschaftlichen Dämpfer. Doch der Wirtschaftsstandort Oberösterreich hat sich auch in diesen Zeiten als sehr resilient erwiesen. Diese Stabilität zeigt sich auch in unseren Geschäftszahlen des ersten Halbjahres“, sagt Klaus Kumpfmüller, Vorstandsvorsitzender der HYPO Oberösterreich.
Auch die Kundeneinlagen nahmen zu. Sie stiegen seit Ende 2025 um sechs Prozent auf rund 3,05 Milliarden Euro. Vor allem Spareinlagen von Privatkunden trugen dazu bei. Die Nachfrage nach Pfandbriefen und Wohnbauanleihen blieb hoch. Bei Letzteren konnte im ersten Halbjahr ein Volumen von über 125 Millionen Euro platziert werden.
Die Bilanzsumme stieg um 4,9 Prozent auf rund 9,12 Milliarden Euro.
„Unser Neukreditgeschäft entwickelt sich weiterhin sehr positiv. Neben einem herausragenden Zuwachs von über 85 Prozent bei Firmenkunden stimmt uns auch das Plus von rund einem Drittel bei den Retailkunden sehr positiv. Damit konnten wir beim Finanzierungsvolumen erstmals in unserer Unternehmensgeschichte die 7-Milliarden- Marke überschreiten“, so Klaus Kumpfmüller, Vorstandsvorsitzender der HYPO OOE.
Operative Ertragslage stabil
Das operative Geschäft blieb stabil. Der Zinsüberschuss vor Risikovorsorgen lag bei 48,9 Millionen Euro und damit fast auf dem Vorjahresniveau (2025: 49,1 Mio. Euro). Weil die Bank weniger Geld für mögliche Kreditausfälle zurücklegen musste, stieg der Zinsüberschuss nach Risikovorsorgen um 6,4 Prozent auf 43,8 Millionen Euro (2025: 41,1 Mio. Euro).
Höhere Verwaltungskosten konnten dadurch großteils ausgeglichen werden. Sie entstanden durch höhere allgemeine Kosten und Investitionen.
Der Gewinn vor Steuern sank dennoch von 24,7 auf 18,6 Millionen Euro. Gründe dafür waren vor allem Bewertungseffekte sowie eine höhere Stabilitätsabgabe.
Für 2026 rechnet die Hypo OÖ weiterhin mit einem guten Jahresergebnis. Die Bank verweist auf das starke Kreditgeschäft und die Zahl neuer Kunden im ersten Halbjahr.








Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden