Halbzeit auf der Großbaustelle: Promenadengeviert wird um 60 Millionen Euro renoviert
LINZ. Blickt man von der Promenade aus auf das Promenadengeviert, lässt sich kaum erahnen, was sich im Inneren tut: Der historische Komplex mit Redoutensälen, Promenadenhof und Landestheater wird umfassend renoviert und erweitert. Das Projektbudget liegt bei rund 60 Millionen Euro.

Landeshauptmann Thomas Stelzer spricht von der „größten Renovierung und Erweiterung“, seit das Traditionshaus 1803 an der Linzer Promenade eröffnet wurde.
Der Startschuss für das Großprojekt fiel im Mai 2025. Mittlerweile ist mit der weitgehenden Fertigstellung des Rohbaus eine wesentliche Etappe geschafft. Damit liegt das Projekt im Zeitplan. Die Wiedereröffnung ist im Herbst 2027 geplant.
Die wesentlichen Eckpunkte
• Die Redoutensäle werden in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt restauriert. Parallel dazu entstehen im Innenhof zwei neue Veranstaltungssäle und eine Terrasse. Auch der Eingangsbereich erhält mit einer zurückversetzten Stiege ein neues Gesicht.
• Im Promenadenhof im Erdgeschoß bleibt kaum ein Stein auf dem anderen. Die komplette Küche wird modernisiert. Zusätzlich entstehen ein Gastgarten und ein Wintergarten, dessen Wände sich vollständig wegschieben lassen.
• Im Theaterbereich werden im Schauspielhaus und in den Kammerspielen die Bühnenbeleuchtung und die Bühnenböden erneuert. Vollständig neu errichtet wird die Studiobühne für 100 Personen, die über einen neuen Innenhof von der Lessingstraße aus erreichbar sein wird. Der in diesem Zusammenhang entstehende Zubau ermöglicht zudem die Barrierefreiheit der Kammerspiele.
Im Backstagebereich werden außerdem sämtliche Garderoben und Sanitärbereiche erneuert sowie ein neuer Lastenlift errichtet. „Wer hinter der Bühne unterwegs war, weiß, dass das alles aus der Zeit gefallen war – sowohl die technischen Anlagen als auch die sanitären Einrichtungen. Das wird jetzt auf die Höhe der Zeit gebracht, so wie es sich die Leistungen des Theaters auch verdienen“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer. Aufgrund der Arbeiten pausiert der Theaterbetrieb noch bis 8. Oktober und im kommenden Jahr noch einmal von Juni bis Ende August.
Historisch trifft modern
Generell werden im gesamten Komplex die technischen Anlagen erneuert. „Gut die Hälfte des investierten Budgets wird man am Ende nicht sehen“, so Thomas Königstorfer, Geschäftsführer der OÖ Theater und Orchester GmbH, der vor allem auf die neue Heizung verweist: „Unterhalb des neuen Promenadenhof-Gastgartens wurden Räumlichkeiten für eine Wärmepumpe geschaffen, die die Abwärme aus dem zweiten und dritten Tiefgeschoss der Promenadengarage nutzt.“ Das ermöglicht die nachhaltige Beheizung des gesamten Komplexes. „Ich finde, das ist ein schönes Beispiel dafür, wie sich historische Bausubstanz mit modernster Technologie verknüpfen lässt.“








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