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Gehäuftes Auftreten von Legionellen in Linz: Linz AG Kühlanlage auf Trockenbetrieb umgestellt

Nora Heindl, 25.08.2026 06:30

LINZ. Die Linz AG hat die Kühlanlage, die in Verbindung mit dem gehäuften Auftreten von schweren Lungenentzündungen durch Legionellen stehen soll, mit Montag, 24. August, auf Trockenbetrieb umgestellt. 

Die Suche nach Infektionsquellen läuft auf Hochtouren. (Foto: Seventyfour/stock.adobe.com)
Die Suche nach Infektionsquellen läuft auf Hochtouren. (Foto: Seventyfour/stock.adobe.com)

Seit der Häufung schwerer Lungenentzündungen durch Legionellen im Raum Linz wurden bisher sind 28 Personen registriert, drei Personen sind im Zusammenhang mit der Infektion gestorben. 

Linz AG-Statement: Anlage auf Trockenbetrieb umgestellt

Eine Erhöhung der Erkrankungsdichte, bezogen auf den Wohnort der Fälle, wurde in der Näh des Kühlturmstandorts der Linz AG in der Wiener Straße festgestellt.  

Die Linz Strom Gas Wärme GbmH dazu: In Abstimmung mit der Behörde und den hinzugezogenen Experten wurden die unmittelbar nach Bekanntwerden des Legionellen-Nachweises eingeleiteten sofortig wirksamen Maßnahmen zur Beseitigung der Legionellen vollumfänglich durchgeführt.

Zu diesen Maßnahmen an der betroffenen Anlage zählen unter anderem intensive Reinigung inklusive vollständigem Wassertausch sowie hochdosierte Desinfektionen.

Da die finalen Messergebnisse zu den getroffenen Maßnahmen noch nicht vorliegen, und da es die aktuellen Temperaturen zulassen, wurde als zusätzliche Maßnahme beschlossen, die betroffene Anlage im Laufe des heutigen Tages (Montag, 24. August 2026) auf Trockenbetrieb umzustellen.

Mit dieser zusätzlichen Sicherheitsmaßnahme wird die mögliche Bildung von Legionellen ausgeschlossen. Die Gesundheitsbehörde wurde in Kenntnis gesetzt.

Wichtige Information: Die Trinkwasserversorgung ist nicht betroffen.

Weitere Probe auffällig

Mittlerweile war auch eine Probe aus einer anderen Kühlanlage im Stadtgebiet auffällig. Die Gesundheitsbehörde der Stadt Linz führt dazu aktuell Erhebungen durch. 

Die Suche nach weiteren möglichen Infektionsquellen wird unterdessen mit hoher Priorität fortgesetzt. 

Vizebürgermeister Hajart verlangt volle Transparenz

„Angesichts der Dimension braucht es deutlich mehr Transparenz und bessere Informationen“, betont Vizebürgermeister Martin Hajart (ÖVP). Auf der Website der Linz AG Homepage finde sich derzeit keine einzige Information zum Legionellenausbruch. Die Infoseite der Stadt enthalte allgemeine Gesundheitshinweise und verlinke Presseartikel, nenne aber weder den konkreten Standort der belasteten Kühlanlage(n) noch stelle sie den Untersuchungsstand übersichtlich dar.

Es müsse eine professionelle und aktuell gehaltene Informationsseite eingerichtet werden. Außerdem verlangt der Linzer VP-Chef eine Hotline, an die sich Angehörige und Verunsicherte wenden können.

Auch die politischen Gremien in der Stadt seien bisher noch nicht mit dem Ausbruch befasst, so Hajart: „Bei bereits drei Todesfällen und insgesamt 28 Erkrankten kann man nicht zur Tagesordnung übergehen.“ Er fordert, umgehend Vertreter der Linz AG im Stadtsenat vorzuladen, damit diese Rede und Antwort stehen.

Hajart: „In erster Linie geht es aktuell um das Mitgefühl für die trauernden Angehörigen der Verstorbenen. Darüber hinaus ist eine große Verunsicherung bei der Bevölkerung zu sehen, viele Linzerinnen und Linzer fürchten sich vor einer Ansteckung. Zwar informiert die Stadt allgemein über den Ausbruch, doch wesentliche Details fehlen komplett. Es stellen sich viele unbeantwortete Frage, wie etwa: Wie viele Kühltürme werden in Linz betrieben und wo befinden sich diese? Gibt es ein diesbezügliches Verzeichnis bei der Stadt? Worauf muss die Bevölkerung aufpassen?“

Mehr lesen: https://www.tips.at/nachrichten/linz/land-leute/732617-gehaeuftes-auftreten-von-legionellen-in-linz-probe-aus-weiterer-kuehlanlage-mikrobiologisch-auffaellig

Mehr lesen: https://www.tips.at/nachrichten/linz/land-leute/732517-gehaeuftes-auftreten-von-legionellen-in-linz-mittlerweile-drei-tote-quelle-noch-nicht-fixiert


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