Andreas Graßmann ist neuer Theologie-Dekan der Katholischen Privat-Universität Linz
LINZ. Die Fakultät für Theologie der Katholischen Privat-Universität (KU) Linz hat einen neuen Dekan. Mit 1. September 2026 übernimmt Kirchenrechtler Andreas Graßmann das Amt von Klara Csiszar. Seine Funktionsperiode dauert drei Studienjahre.

Der Universitätsprofessor für Kirchenrecht wurde vom Fakultätskollegium gewählt und folgt auf Klara Csiszar, die Vizerektorin der KU Linz ist.
Die notwendige Zustimmung erteilte das römische Dikasterium für die Kultur und die Bildung. Bischof Manfred Scheuer bestätigte Graßmann als Magnus Cancellarius der KU Linz für die Funktionsperiode bis 31. August 2029.
„Krisen berühren Grundfragen unseres Menschseins“
Bei seinem Amtsantritt betont Graßmann die gesellschaftliche Aufgabe der Theologie. „Die großen Herausforderungen unserer Zeit sind nicht nur politische oder wirtschaftliche Krisen. Sie berühren Grundfragen unseres Menschseins“, sagt er.
Die Theologie müsse sich wissenschaftlich mit diesen Fragen auseinandersetzen und damit zu einer verantwortungsfähigen Gesellschaft beitragen. „Als Fakultät wollen wir ein Ort sein, an dem diese Fragen offen, kritisch und im Dialog mit Kirche und Gesellschaft bearbeitet werden“, so Graßmann.
Während seiner Amtszeit will er die wissenschaftliche Arbeit der Fakultät weiterentwickeln. Gleichzeitig soll die Bedeutung theologischer Forschung für Kirche, Gesellschaft und Öffentlichkeit stärker sichtbar werden.
Seit 2023 an KU Linz
Graßmann ist seit September 2023 Professor für Kirchenrecht an der KU Linz. Er studierte Theologie und Philosophie in Salzburg sowie kanonisches Recht in München. 2022 habilitierte er sich in Innsbruck.
Seine wissenschaftliche Laufbahn begann er als Universitätsassistent am Fachbereich Praktische Theologie in Salzburg. Später vertrat er dort die Professur für Kirchenrecht. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die kirchliche Rechtsgeschichte, das kanonische Verfassungsrecht und rechtliche Fragen des kirchlichen Verkündigungsdienstes. Zudem ist Graßmann Mitglied in nationalen und internationalen Gremien und Expertenkommissionen.








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