Lehre beim Land: Mehr als 20 Berufe und viele Möglichkeiten
OÖ. Der Einstieg ins Berufsleben ist für junge Menschen ein großer Schritt. Eben noch Mitschüler, Stundenplan und das Läuten der Schulglocke – plötzlich gehören Kollegen, fixe Aufgaben und Verantwortung zum Alltag. Und dazu eine Frage, die viele Jugendliche beschäftigt: Wie geht es für mich weiter?

Daniel, der gerade die Lehre zur Straßenerhaltungsfachkraft bei der Straßenmeisterei Raab macht, kann sich noch gut an die ersten Tage erinnern. Vieles war neu: die Menschen, die Abläufe, die Aufgaben und das Gefühl, nun tatsächlich im Berufsleben angekommen zu sein. „Ich bin gleich am ersten Tag sehr nett empfangen worden. Mir wurde die Straßenmeisterei gezeigt und wir haben die Abläufe besprochen. Am zweiten Tag durfte ich schon beim Streckendienst mitfahren.“ Daniel ist mittlerweile im dritten Lehrjahr, kennt sich beim Land Oberösterreich gut aus und weiß, an wen er sich wenden kann, wenn doch einmal eine Frage auftaucht. Viele Dinge, die am Anfang noch neu und ungewohnt waren, sind inzwischen Routine geworden. „Mittlerweile bekomme ich eine Aufgabe und erledige sie selbstständig. Ich bin jetzt auch viel mehr auf den Baustellen unterwegs. Gerade die Abwechslung gefällt mir: Wir setzen zum Beispiel Leistensteine für Gehsteige, asphaltieren, machen Bankette oder schneiden die Sträucher entlang der Straßen.“
Persönliche Begleitung von Anfang an
Damit Jugendliche Schritt für Schritt in ihre Aufgaben hineinwachsen können, braucht es neben Zeit und Erfahrung vor allem eines: Menschen, die sie auf ihrem Weg begleiten. Deshalb hat jeder Lehrling beim Land Oberösterreich einen eigenen Ausbilder. Sie sind wichtige Ansprechpersonen, unterstützen bei Herausforderungen und fördern gezielt dort, wo Talente und Interessen sichtbar werden.
„Für uns zählt nicht nur das fachliche Wissen im Beruf, sondern vor allem auch die Entwicklung der Persönlichkeit. Wir begleiten unsere Lehrlinge Schritt für Schritt, nehmen uns Zeit und helfen dabei, Potentiale zu entfalten. Das ist die Basis für eine gute Ausbildung und ein starkes Miteinander“, so Reinhard Aumayr, Ausbildungsleiter beim Land Oberösterreich.
Mehr als 20 Berufe – viele Wege ins Berufsleben
In mehr als 20 Lehrberufen bildet das Land Oberösterreich junge Menschen aus: Vom kaufmännischen Bereich über die Vermessungstechnik, Applikationsentwicklung und Chemie-Labortechnik bis hin zur Straßenerhaltung und dem Gastronomiebereich. Ausbildungsplätze gibt es in ganz Oberösterreich und damit für viele Jugendliche direkt in Wohnortnähe.
Einblicke über den eigenen Arbeitsplatz hinaus
Während der Ausbildung lernen die Jugendlichen unterschiedliche Abteilungen des Landesdienstes kennen. Wer seine Ausbildung beispielsweise an einer Bezirkshauptmannschaft absolviert, kann im Zuge von Job-Rotationen auch in andere Bereiche hineinschnuppern. So sammeln die Lehrlinge zusätzliche Erfahrungen, lernen neue Aufgaben und Teams kennen und können zugleich besser herausfinden, wo ihre eigenen Interessen und Stärken liegen.
Zwei Wochen, in denen die Persönlichkeitsentwicklung im Mittelpunkt steht
Ein besonderer Bestandteil der Ausbildung beim Land Oberösterreich ist das Lehrlings-College. Einmal jährlich kommen Lehrlinge aus unterschiedlichen Berufen und dem ganzen Bundesland zusammen. Für zwei Wochen rückt der normale Arbeitsalltag in den Hintergrund. Stattdessen geht es um Fähigkeiten, die kein Lehrbuch vermitteln kann: miteinander kommunizieren, im Team Lösungen finden, vor anderen Menschen auftreten, präsentieren und Verantwortung übernehmen. Gerade für junge Menschen kann das eine wichtige Erfahrung sein. Wer sich zu Beginn vielleicht noch nicht zutraut, vor einer Gruppe zu sprechen, merkt plötzlich: Das geht. Wer gewohnt ist, Aufgaben lieber allein zu lösen, erlebt, wie viel gemeinsam möglich ist. „Beim Lehrlings-College habe ich vor allem viele neue Leute kennengelernt. Das fand ich schon cool. Beim Teambuilding kommt man mit Lehrlingen aus ganz anderen Bereichen zusammen, die man im normalen Arbeitsalltag wahrscheinlich gar nicht kennenlernen würde“, erzählt Daniel.
Mehr als eine Ausbildung
Eine Lehre kann der Start in eine gemeinsame berufliche Zukunft sein. Das Land Oberösterreich ist an langfristigen Beschäftigungsverhältnissen interessiert und strebt, wo es möglich ist, nach erfolgreichem Abschluss der Lehrabschlussprüfung eine weitere Beschäftigung an. Auch die berufliche Weiterentwicklung wird durch Weiterbildungen, Spezialisierungen und Zusatzqualifikationen unterstützt. Gleichzeitig bietet der Landesdienst Rahmenbedingungen, die bereits während der Ausbildung wichtig sind: geregelte und planbare Arbeitszeiten, finanzielle Boni für besondere Leistungen und verschiedene Vergünstigungen. In den Straßen- und Brückenmeistereien ist zudem mindestens zweimal pro Monat eine Vier-Tage-Woche möglich. Für Daniel sind es aber nicht nur die Rahmenbedingungen, die zählen. Vor allem das Team und die abwechslungsreiche Arbeit machen für ihn den Unterschied: „Ich freue mich eigentlich jeden Tag auf den nächsten Arbeitstag, weil es mir wirklich Spaß macht. Ich schätze meine Kollegen, die Arbeitszeiten und dass die Arbeit so abwechslungsreich ist. Man erlebt einfach viel.“
Gut vorbereitet ins Berufsleben
Eine Lehre ist für viele Jugendliche der erste große Schritt ins Berufsleben. Beim Land Oberösterreich werden sie dabei nicht nur fachlich ausgebildet, sondern von Anfang an begleitet und gefördert. Mit über 20 Lehrberufen und Ausbildungsplätzen in ganz Oberösterreich gibt es dafür viele Möglichkeiten. Wer im kommenden Jahr eine Lehre beim Land Oberösterreich beginnen möchte, findet alle aktuellen Lehrstellen und Informationen zur Bewerbung am Karriereportal des Landes Oberösterreich.







