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LINZ. Von 16. bis 18. Oktober lädt der Askö Linz Eislauf zum Lentia Cup in die Linz AG Eisarena. Mehr als 300 Eiskunstläufer aus ganz Österreich werden erwartet. Auch die jungen Talente des Gastgebervereins fiebern dem Bewerb entgegen – mit viel Trainingsfleiß, Vorfreude und einer Portion Nervosität.

Marie (Foto: Barbora Mazen)
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Nach der Schule geht es für die Nachwuchsläuferinnen direkt in die Eishalle. Erst essen, dann aufwärmen und schon geht's aufs Eis. 20 Trainingsstunden kommen so zusammen, verteilt auf sechs Tage die Woche. Die Hausübung erledigen sie in den Pausen oder abends zu Hause. Ein voller Wochenplan, der Ausdauer und Organisation verlangt. Doch auch wenn sie müde ins Bett fallen: Die Begeisterung für ihren Sport ist riesig.

Kleine Läuferinnen, große Begeisterung

Für Sophie sind es vor allem die Sprünge, die den Eiskunstlauf besonders machen. „Manchmal fühlt sich das dann auch so an, als ob man fliegen würde“, erzählt die Elfjährige, die mit sieben Jahren begonnen hat. Dass beim Üben auch Stürze und blaue Flecken dazugehören, schreckt sie nicht ab. Und wenn man doch einmal hinfällt? Aufstehen und weitermachen. Beim Lentia Cup freut sich Sophie auf ihre Freundinnen, die zum Zuschauen kommen. Und auch wenn sie natürlich möglichst viele Punkte sammeln möchte, sind ein Sieg oder ein Podestplatz nicht der einzige Antrieb für sie: „Wenn man mal nicht so gut ist, dann motiviert das halt trotzdem, dass man beim nächsten Mal besser ist.“

Auch Annika (13) liebt die Sprünge. Seit rund sieben Jahren betreibt sie Eiskunstlauf, davor war sie bereits zwei Jahre beim Synchroneislaufen. An den Choreografien gefällt ihr besonders das Zusammenspiel von Bewegung und Musik. Sich die Abfolge einzuprägen, ist anfangs manchmal schwierig. Mit jeder Wiederholung wird sie aber vertrauter: „Irgendwann wird es automatisch.“ Zu Annikas schönsten Erlebnissen zählt ihre erste Teilnahme an den Staatsmeisterschaften in der Gruppe Intermediate. Auch die oberösterreichischen Schülermeisterschaften hat sie bereits gewonnen. Vor dem Heimwettbewerb mischt sich Vorfreude mit Nervosität: „Ich bin ein bisschen nervös, weil halt sehr viele zuschauen, die ich kenne.“

Marie ist acht. Auf dem Eis steht sie seit ihrem vierten Lebensjahr. Was ihr am besten gefällt? „Die Schritte und die Sprünge.“ Auch das Merken der Choreografien fällt ihr leicht. Ein besonderes Erfolgserlebnis war ihr zweiter Platz bei einem internationalen Bewerb in Budapest in der Kategorie Chicks.

Fleur hat sogar schon mit drei Jahren begonnen. Mittlerweile gehört die Neunjährige dem U13-Nationalkader an. „Ich darf auch so einen richtig coolen Anzug anhaben, mit Skate Austria drauf“, erzählt sie stolz. Beim Lentia Cup freut sie sich besonders über den Heimvorteil. Sie kennt das Eis gut und weiß, wie schnell sie darauf laufen kann, ohne auszurutschen.

Für Amelie (13), die mit neun Jahren begonnen hat, sind hingegen die Pirouetten das Schönste: „Wenn man sich so dreht, fühlt man sich vollkommen frei.“ Wettbewerbserfahrung hat sie noch keine. Beim Lentia Cup wird sie ihre Teamkolleginnen deshalb von der Bande aus anfeuern. Aufregend wird es für sie trotzdem: „Ich freue mich mit ihnen, wenn sie gewinnen und drücke ihnen fest die Daumen.“

Zwischen Schule und Eishalle

Damit sich Training und Schule vereinbaren lassen, braucht es nicht nur einen guten Zeitplan, sondern auch offene Gespräche. Darauf legt Trainerin Barbora Mazen großen Wert. Stehen viele Hausübungen oder eine Schularbeit an, wird das Training reduziert oder verschoben. „Wichtig ist mir, dass die Kinder mit mir darüber reden.“

Auch die Motivation lässt sich nicht erzwingen. „Wir sind alle nur Menschen und haben schlechte Tage. Auch die Mädchen sind keine Roboter“, betont Mazen. Wenn ein neuer Sprung nicht gelingen will, können vertraute Übungen helfen. Manchmal ist auch eine Pause von ein bis zwei Tagen sinnvoll – „bis sie den Sport vermissen und wieder weiterarbeiten möchten“.

Ebenso wichtig ist der Trainerin der Zusammenhalt im Team. Dazu gehören ausdrücklich auch die Kinder mit Down-Syndrom, die mittrainieren. „Es muss egal sein, ob jemand vielleicht besser oder schlechter ist. Sie müssen einander mit Respekt behandeln und sich gegenseitig unterstützen.“

Ehrgeiz mit Freude verbinden

Fleurs Mama Catherine Spring ist Sportwartin und Pädagogin an einem Gymnasium. Für sie lernen die Kinder beim Eiskunstlauf vieles, das ihnen auch außerhalb der Halle zugutekommt: ihre Zeit einzuteilen, selbstständig zu werden, sich zu konzentrieren und trotz Schwierigkeiten dranzubleiben.

Bei aller Zielstrebigkeit seien aber auch die Eltern gefragt. Denn im Eiskunstlauf zählen Präzision und möglichst fehlerfreie Programme. „Macht man einen Fehler, bedeutet das einen Punkteabzug. Doch perfekt zu sein, ist nicht das Wichtigste“, sagt Spring. „Es ist normal, Fehler zu machen. Das ist ein Teil des Lebens und man lernt viel von Fehlern.“

Gemeinsame Aktivitäten, etwa bei internationalen Camps, schaffen einen wichtigen Ausgleich zum Trainings- und Wettkampfalltag. Denn neben Sprüngen, Pirouetten und Platzierungen soll die Freude nicht auf der Strecke bleiben. „Es geht nicht nur um Punkte, sondern um gemeinsame Erlebnisse und Erinnerung“, betont Spring.

Lentia Cup:

16.-18. Oktober, Linz AG Eisarena

300 Teilnehmer in den Kategorien Einzel, Paarlauf, Eistanz und Special Olympics

Türen öffnen um 8 Uhr

Eintritt frei an allen Tagen


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