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LINZ. Die Johannes Kepler Universität Linz hat am Donnerstag, 8. Oktober, ihr 60-jähriges Bestehen mit einem Festakt in der Kepler Hall am Campus Auhof offiziell gefeiert. Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik blickten auf die Entwicklung der 1966 gegründeten Universität und ihre künftigen Aufgaben als Bildungs- und Forschungsstandort.

Bürgermeister Dietmar Prammer, Kunstuni-Rektorin und Präsidentin der Österreichischen Universitätenkonferenz Brigitte Hütter, Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner, Landeshauptmann Thomas Stelzer und JKU-Rektor Stefan Koch beim Festakt zu 60 Jahre JKU. (Foto: JKU)

Rektor Stefan Koch bezeichnete das Jubiläum als Anlass, sich neben der bisherigen Entwicklung auch mit der Zukunft der Universität auseinanderzusetzen. „60 Jahre JKU sind vor allem 60 Jahre voller Ideen und mutiger Schritte nach vorne“, sagte Koch. Die JKU Linz habe sich ständig weiterentwickelt und sei heute ein „lebendiger Ort des Wissens, an dem wir gemeinsam Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit entwickeln. Unser Jubiläum ist daher nicht nur ein Anlass, auf Erreichtes stolz zu sein, sondern vor allem ein Auftrag, neugierig zu bleiben, Verantwortung zu übernehmen und Zukunft zu gestalten.“

„Orte des kritischen Denkens und des offenen Dialogs“

Das Universitätsorchester eröffnete den Festakt mit einer Auftragskomposition von Helmut Rogl, die zum Jubiläum entstanden war. Durch das Programm führte Christine Haiden. Ein neuer Imagefilm gab Einblicke in die Universität.

Neben Koch sprachen Senatsvorsitzender Andreas Gruber und Brigitte Hütter, Präsidentin der Österreichischen Universitätenkonferenz und Rektorin der Kunstuni Linz. Die Vorsitzende des Universitätsrats, Katharina Pabel, übermittelte Grußworte per Videobotschaft.

„Gerade in Zeiten tiefgreifender Veränderungen brauchen wir Universitäten als Orte des kritischen Denkens und des offenen Dialogs. Sie schaffen Wissen, das Orientierung gibt, und entwickeln Lösungen für die großen Fragen unserer Zeit. Die Universität der Zukunft muss ein Raum bleiben, in dem Neugier, Freiheit der Wissenschaft und Verantwortung zusammenkommen. Die JKU bringt beste Voraussetzungen mit, diesen Wandel weiterhin aktiv und erfolgreich mitzugestalten“, so Hütter.

Glückwünsche seitens der Politik

Ebenfalls beim Festakt zu Gast waren Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ), Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) und der Linzer Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ).

Holzleitner verwies auf den Austausch zwischen unterschiedlichen Fachrichtungen und ihre eigene Studienzeit an der JKU. „Als Campusuniversität ist sie ein Ort, an dem Unmögliches möglich gemacht und gelebt wird: Dort, wo Physik auf Soziologie trifft, Wirtschaft auf Maschinenbau und Rechtswissenschaft auf Künstliche Intelligenz. Meine eigene Zeit an der JKU hat mir gezeigt, wie prägend dieser Austausch sein kann.“

Stelzer sprach über die Bedeutung der Universität für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Oberösterreich. „Viele Erfolgsgeschichten unseres Landes wären ohne die JKU nicht denkbar – von technologischen Spitzenleistungen bis zur Medizinischen Fakultät, die unser Gesundheitsland nachhaltig stärkt. Gerade jetzt, wo sich durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz völlig neue Chancen eröffnen, brauchen wir diesen oberösterreichischen Pioniergeist mehr denn je“, so Stelzer.

„Die JKU ist seit 60 Jahren ein wesentlicher Teil der Erfolgsgeschichte unserer Stadt und auch für mich persönlich ein besonderer Ort, weil ich selbst hier studiert habe“, so Bürgermeister Prammer. „Sie bildet junge Menschen aus, bringt Forschung und Innovation voran und liefert wichtige Impulse weit über den Campus hinaus. Linz und die JKU sind in diesen sechs Jahrzehnten gemeinsam gewachsen.“

Universitätsgeschichte und künftige Aufgaben

In seiner Festrede ordnete Marcus Gräser, Vorstand des Instituts für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte, die Entwicklung der JKU in den gesellschaftlichen und wissenschaftspolitischen Kontext ein. Zudem beschäftigte er sich mit den Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte.

In Gesprächsrunden kamen Vertreter der Betriebsräte und der Österreichischen Hochschülerschaft sowie Nachwuchswissenschaftler aus verschiedenen Forschungsbereichen zu Wort. Sie berichteten über die Universität als Arbeits-, Studien- und Forschungsort.

Vier Gemälde für die Fakultäten

Besondere Freude bereitete der JKU auch eine Stiftung des renommierten Künstlers und ehemaligen Rektors der Kunstuni Linz, Wolfgang Stifter. Er malte vier Gemälde für die vier Fakultäten der JKU, die ab sofort im Uni-Center vor dem Festsaal zu sehen sind.


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