Tips Jugendredaktionworkshop 2015: Eine Chance die man nutzen sollte
Linz. Vor vier Jahren ging der zwei-wöchige Workshop zum ersten Mal über die Bühne und auch dieses Jahr haben wieder einige Jugendliche die Chance, den Alltag einer Redaktion zu erkunden und ihre eigene Zeitung zu gestalten. Magdalena Lechner erzählt wie es war.

Es ist Montag. 8:30 Uhr am Morgen. Mit müdem Gähnen und trotzdem aufgeregt betrete ich das Tips Gebäude in der Linzer Leonfeldnerstraße. Obwohl der Workshop erst um 9 Uhr beginnt und ich viel zu früh dort bin begrüßt mich Kathrin Kaltenberger, die Projektleiterin, sofort fröhlich und herzlich. Nachdem ich einige Minuten totgeschlagen habe, trudeln nach und nach die anderen Teilnehmer ein. Der Workshop kann also beginnen. Bei der Vorstellungsrunde wird schnell klar, diese Gruppe, 14 Personen an der Zahl, ist eine, die bunt-gemischter nicht sein könnte. Zwei Wochen gefüllt von Redaktionsarbeit stehen uns bevor. Arbeiten wie ein echter Redakteur Bei einem Seminar mit Gerald Winterleitner, ein Redakteur derOÖ Nachrichten lernen und üben wir zum Beispiel, auf was es im Journalismus ankommt. Er zeigt uns mit Begeisterung, wie wir verschiedene Textsorten erarbeiten können. Mit Aufgaben, wie etwa „eine Reportage über Bananen zu schreiben“, versucht er unseren Horizont zu erweitern und unsere Kreativität anzuregen. Auch mit anderen Vollprofis dürfen wir zusammenarbeiten so halten der Geschäftsführer und Chefredakteur der Tips, Josef Gruber, und einige andere Mitarbeiter Vorträge, die von Online-Journalismus bis zur Medienlandschaft in Oberösterreich reichen.
„Der Spaß ist natürlich auch wichtig, aber wir möchten bei dem Workshop jungen Leuten die Chance geben einen Ein- und Überblick in unsere Redaktionsarbeit zu erhalten.“, verrät Kathrin. Als wir uns an die Arbeit machen Themen für die Zeitung zu finden, die wir in Form dieses Projektes selbst gestalten, sprudelt so mancher über vor Vorschlägen. Von Politik bis Freizeitgestaltung über ernste, aktuelle Themen, es war für jeden etwas dabei. Nach der Zuteilung der Artikel legen gleich alle mit großer Motivation los und an den Tagen, an denen wir an der Zeitung arbeiten , fallen vor allem die konzentrierten Gesichter in der Redaktion auf. Das Klicken der Computertasten ist ein ständig vorhandenes Geräusch, aber immer wieder klingt auch lautes Lachen durch den Raum. Nicht nur beim Artikel schreiben ist das Engagement deutlich zu bemerken, sondern auch bei diversen Fotoprojekten und Recherchearbeiten ist den meisten die Begeisterung ins Gesicht geschrieben. Große Begeisterung “Beim Brainstorming war ich positiv überrascht, dass so viele gute Themen eingebracht wurden,“ sagt Kathrin. „Wir haben heuer ein sehr engagiertes Team. Alle sind sehr aufgeschlossen.“ Die 17-Jährige Christine Stöger, die ebenfalls an dem Jugendredaktionsworkshop teilnimmt erzählt begeistert: „Bei der Bewerbung war ich zwar interessiert, aber jetzt bin ich mir sicher, dass ich dieses Hobby zum Beruf machen möchte. Es war toll, ich würde es sofort noch einmal machen und kann es allen, die gerne schreiben, nur empfehlen. Außerdem sind wir eine tolle Gruppe, ich hoffe wir bleiben noch lange in Kontakt.“
Die gemeinsam erarbeitete Zeitung wird ab 16. September in allen oberösterreichischen, höheren Schulen aufliegen. Auch nächstes Jahr sollen Jugendliche wieder die Möglichkeit erhalten an einem Jugendredaktionsworkshop teilzunehmen.


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