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OBERÖSTERREICH. Weihnachtsfeiern sind ein wesentlicher Bestandteil der Vorweihnachtszeit. Meist wird zu diesen Anlässen auch mit dem einen oder anderen Glas Wein oder Bier auf das erfolgreiche Jahr angestoßen. Dies kann jedoch gefährliche Folgen im Straßenverkehr haben.

Alkohol ist kein guter Beifahrer. Foto: Wodicka
Alkohol ist kein guter Beifahrer. Foto: Wodicka

 “Die KFV-Unfallstatistik zeigt: 2016 war jeder 19. Verkehrstote in Österreich Opfer eines Alkoholunfalles. Unter Alkoholeinfluss steigt das Unfallrisiko um ein Vielfaches: bei 0,5 Promille ist die Unfallgefahr bereits doppelt so hoch, mit 0,8 Promille ist das Unfallrisiko sogar fünfmal höher als nüchtern“, erklärt . Othmar Thann, Geschäftsführer des KFV. Grund für die hohe Unfallquote bei  Alkolenkern ist eine verzögerte Verarbeitung von Reizen, die Abnahme der Konzentrationsleistung sowie das Nachlassen von Reaktionsgenauigkeit und -geschwindigkeit.

Bewusstseinsbildung gemeinsam mit Betrieben

2016 zählte das KFV 406 Alkoholunfälle in Oberösterreich, bei denen 528 Menschen verletzt und sechs Personen getötet wurden. Besonders tragisch: Bei diesen Unfällen kommen meist unschuldige Personen zum Handkuss, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Mit der Plakataktion in der Vorweihnachtszeit wollen AUVA und KFV gezielt an die Gefahren von Alkohol am Steuer erinnern und zu richtigem Handeln animieren. Das Motto der Plakate „Lass es sein … und fahr heute lieber NICHT selber heim“ appelliert an das Verantwortungsbewusstsein der Oberösterreicher und rät dazu, das Auto am Tag der Weihnachtsfeier lieber stehen zu lassen.

Überlegungen vor der Weihnachtsfeier

„Wenn man einige Gläser getrunken hat, sieht man Vieles lockerer und neigt damit auch zur Gefahrenunterschätzung und zur Selbstüberschätzung. Dann setzt man sich vielleicht doch alkoholisiert ans Steuer. Daher ist es wichtig, sich bereits vor dem Besuch der Weihnachtsfeier zu überlegen, wie man wieder sicher nach Hause kommt“, empfiehlt . Marina Pree-Candido, Direktorin der AUVA-Landesstelle Linz. Immer mehr Firmen organisieren beispielsweise bereits den Heimweg ihrer  Mitarbeiter von der Weihnachtsfeier, indem sie Bus- oder Taxidienste beauftragen. Dieses vorbildliche Verhalten darf und soll auf jeden Fall Nachahmer finden.

Der „Morgen danach“

Vorsicht auch am „Morgen danach“ Neben einer sicheren Heimfahrt von der Weihnachtsfeier, wird auch am „Morgen danach“ zu besonderer Vorsicht im Straßenverkehr geraten. Auch wenn man sich fit genug für eine Autofahrt fühlt, besteht die Gefahr einer Restalkoholisierung und einer damit verbundenen Leistungsbeeinträchtigung. Ausreichend Schlaf oder die Anwendung von sogenannten „Hausmitteln“, wie starker Kaffee oder Energydrinks, haben keinen Einfluss auf die Alkoholabbaurate. Pro Stunde werden nämlich grundsätzlich nur zwischen 0,1 und 0,15 Promille Alkohol abgebaut. Aus diesem Grund sollte das Auto auch am Morgen nach der Weihnachtsfeier lieber stehen bleiben und auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Taxi umgestiegen werden.


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