Das Centrum Latinitatis Europae startet in Linz am 29. Mai
LINZ. Nach rund 20 Jahren Aktivität vorwiegend in Italien startet das Centrum Latinitatis Europae (CLE) nun auch in Linz. Die Auftaktveranstaltung des Zentrums für die Freunde des Lateinischen und der Sprache findet am Dienstag, 29. Mai, im Adalbert-Stifter-Gymnasium Linz statt.

„Von der Nördlichen Adria zur Donau und den Siedlungen Ufernorikums – Wege der Kultur und des Glaubens in Spätantike und im Frühen Mittelalter“ wird das Thema der ersten Veranstaltung sein. Hauptreferenten sind Bischof „emeritus“ Maximilian Aichern und als Co-Referenten die Professoren Peter Glatz, Stefan Traxler und Rainer Weißengruber.
Stifter-Gymnasium als Veranstaltungsort
Altbischof Maximilian Aichern ist ein profunder Kenner der Materie und ist ein Förderer des CLE von der ersten Stunde an. Das Stifter-Gymnasium wird für künftige CLE-Veranstaltungen Schauplatz sein, Direktor Andreas Thiel, der den ersten Abend als Hausherr einleiten wird, hat sich bereit erklärt, seine Schule als beherbergendes Institut für die Abende des CLE zur Verfügung zu stellen.
Passend zur Landesausstellung
Das Thema dieses Einstiegsabends bietet sich an: Die heurige OÖ. Landesausstellung beschäftigt sich mit dem Zeitraum der späten Antike im Raum an der Donau und auch die Verbindungen zum italischen Kernland der Latinitas werden unter verschiedenen Aspekten unter die Lupe genommen.
Europaweit im Einsatz
Das CLE wurde 1998 in Aquileia (Friaul) von Rainer Weißengruber und einigen italienischen Kollegen gegründet, expandierte schon bald in verschiedene Regionen in Italien, von Südtirol bis Sizilien, erwarb schließlich auch eine Vertretung in Dublin und konnte in letzter Zeit Repräsentanten und Mitarbeiter auch in Österreich, Deutschland, in der Schweiz, Großbritannien, Dänemark und Belgien finden. CLE ist auch im Verlagswesen tätig, ist als Fortbildungsinstitution vom italienischen Ministerium für Bildung anerkannt, hat eine operative Verbindung zur Universität der Salesianer in Rom und zur römischen Sapienza-Universität. Jüngster Bauplatz ist eine Joint-Venture-Kooperation mit der Valente Academy in Mailand und mit der Link Campus University in Rom.
Didaktische Erneuerung
Das CLE wird seit 20 Jahren von Rainer Weißengruber geleitet, in enger Verbindung zu namhaften Professoren der Klassischen Philologie. Eines der Ziele ist eine gemeinsame europäische Entwicklung didaktischer Neuerungen, Austausch von Erfahrungen und Modellen um Latein (und Griechisch) für junge Menschen einladend anzubieten. Linz soll nun ein CLE-Punkt besonderer Prägung werden. Zusammen mit der SODALITAS, Latein- ARGEs und weiteren Partnern wird an ein Didacticum Europaeum, das bewusst am Limes des Imperium Romanum arbeiten soll, gedacht. Linz nicht nur als Grenzstadt der römischen Welt, sondern Kreuzungspunkt der Ideen mit Strahlkraft in verschiedene Richtungen.
„Wir freuen uns, Lehrende, Liebhaber und Freunde der antiken, klassischen, nachklassischen, christlichen, europäischen Kultur(en) am 29. Mai beim Start des CLE-Lentia begrüßen zu dürfen. Mitarbeitsfreudigen 'comites' sagen wir schon jetzt ein herzliches Willkommen“ lädt CLE-Präsident Rainer Weißengruber ein.


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