Digitale Vermessung bestätigt: Linzer Mariendom doch nicht höher als Wiener "Steffl"
LINZ. Für die geplante umfangreiche Sanierung des Turmhelms wurde der Linzer Mariendom nun digital vermessen. Dabei wurde auch der Frage nachgegangen, ob der Mariendom nicht doch höher als der Wiener Stephansdom sein könnte.

Exakt 134,69 Meter ist der Turm des Linzer Mariendoms hoch, zeigte die umfangreiche digitale Vermessung mittels Drohne und Theodolit (Winkelmessinstrument). Damit fehlen die 1,70 Meter auf den Stephansdom in Wien doch. Der Mariendom bleibt damit die zweithöchste Kirche, ist mit einer bebauten Fläche von 5.851 Quadratmetern aber immerhin die größte Kirche Österreichs. Zuvor war spekuliert worden, dass durch eine bauliche Abänderung beim Kreuz der Dom vielleicht doch höher sein könnte als angenommen.
Dringende Sanierungsarbeiten
Notwendig geworden ist die nun erfolgte digitale Vermessung aufgrund der anstehenden Sanierungsarbeiten. Im ersten Schritt wird der Turmspitz saniert. Durch die Vermessung konnte ein genauer maßstäblicher Plan aller acht Turmhelmseiten und somit eine detaillierte Darstellung der Steinoberfläche sowie des Fugenbildes erstellt werden. Dieser digitale Plan ist auch wesentliche Grundlage für die genaue Gerüstplanung an der Turmdachfläche. Im Zuge der Befundung wurden auch erstmals in der Geschichte des Mariendoms das Turmkreuz und dessen Verankerung detailliert begutachtet, kleinere Schäden müssen hier repariert werden.
Sanierung ab 2019
Die Turmspitzsanierung wird je nach Witterung rund zwei bis drei Jahre dauern, die Kosten werden rein für dieses Projekt auf vier Millionen Euro geschätzt. Der Start der Arbeiten ist für Februar 2019 geplant.
Um die finanziellen Mittel zu sichern, wurde die Initiative Pro Mariendom gegründet.


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