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OÖ. Für den Oberösterreichischen Seniorenbund (OÖSB) ist die Pflegeabsicherung eine der zentralsten Zukunftsherausforderungen. Deswegen wurde ein Pflegepaket mit entsprechenden Ideen entwickelt.

v.l.: Franz Ebner, Josef Pühringer, Doris Mittendorfer und Ernst Fürst. Foto: OÖ Seniorenbund
v.l.: Franz Ebner, Josef Pühringer, Doris Mittendorfer und Ernst Fürst. Foto: OÖ Seniorenbund

Oberösterreich wird immer älter: Laut Statistik Austria steigt die Zahl der Über-60-Jährigen bis zum Jahr 2040 um fast 500.000 an. Damit steigt auch der Bedarf an Pflege im Land ob der Enns. Zu diesem Zweck hat der OÖSB das Pflegepaket ausgearbeitet, dass sowohl der Landes- als auch der Bundesregierung vorgelegt wird.

Unter anderem will sich der OÖSB demnach für Maßnahmen einsetzen, die etwa einen gesunden Lebensstil fördern, um die Pflegebedürftigkeit hinauszuzögern. Weiters wird eine verlässliche Finanzierung des Gesamtbereichs Pflege gefordert. Das Pflegegeld soll außerdem ab Stufe eins erhöht und jedes Jahr valorisiert werden.

Pflegende Angehörige sollen mehr Unterstützungsleistungen bekommen, auch mehr finanzierte Kurzzeitpflegeplätze sollen geschaffen werden. Auch die mobilen Betreuungsangebote sollen ausgebaut werden. Um genügend Personal zur Verfügung zu haben, will man den Pflegeberuf attraktivieren.

Gefördert werden sollen weiters die alternativen Wohnformen, der Ausbau der Pflegeheimkapazitäten und die Schaffung eines vielfältigen Umfelds in diesen Einrichtungen.

Positive Reaktionen

Sozial-Landesrätin Birgit Gers-torfer zeigte sich positiv von dem Pflegepaket, da sie in vielen Punkten Übereinstimmungen mit ihrem Programm sehe: „Es freut mich, dass die von mir im Projekt Sozialressort 2021+ vorgelegten Maßnahmen parteiübergreifend Zustimmung und Anerkennung finden. Gerade bei einem so bedeutenden Zukunftsthema braucht es ein gutes Miteinander für Oberösterreich. Daher sind die Seniorenorganisationen wichtige Partner, deren Ideen ich in meinem Verantwortungsbereich für die Pflege gerne einfließen lasse.“

Gerstorfer selbst arbeite an einem entsprechenden Zukunftsprogramm, in dem unter anderem die Gewinnung von Pflegepersonal, der Lehrgang „Junge Pflege“, Alternative Wohnformen, ein Gütesiegel für die Anbieter der 24-Stunden-Betreuung und Angebote für Pflegende Angehörige im Fokus stehen.


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