24-Stunden-Betreuung: Die häufigsten Missverständnisse
OÖ. Rund um die 24-Stunden-Betreuung halten sich viele Vorurteile hartnäckig. Hier wird mit den häufigsten Missverständnissen aufgeräumt.

1. Betreuung brauche ich erst, wenn gar nichts mehr geht.
Viele beschäftigen sich erst sehr spät mit dem Thema. Dabei kann Unterstützung bereits dann sinnvoll sein, wenn erste Herausforderungen im Alltag auftreten. Wer frühzeitig Hilfe annimmt, kann länger selbstbestimmt zuhause leben.
2. 24-Stunden-Betreuung nicht „24-Stunden-Pflege“.
Die 24-Stunden-Personenbetreuung unterstützt Menschen im Alltag und im Haushalt. Dazu gehört z.B. Einkäufe, Kochen, Waschen und Begleitungen zu Terminen.
Pflegerische Tätigkeiten dürfen grundsätzlich nicht eigenständig durchgeführt werden. Bestimmte unterstützende Maßnahmen können jedoch nach ärztlicher Anordnung oder Delegation durch diplomiertes Pflegepersonal übernommen werden.
3. Die Sprachbarriere ist zu groß.
Viele Personenbetreuer kommen aus anderen EU-Ländern und investieren viel Zeit, um Deutsch zu lernen und sich auf ihre Tätigkeit vorzubereiten. Am Ende zählt, dass man sich versteht: nicht nur in der Sprache, sondern auch zwischenmenschlich.
4. Meine 24-Stunden-Betreuerin arbeitet rund um die Uhr.
Der Begriff 24-Stunden-Betreuung bedeutet nicht, dass 24 Stunden am Tag gearbeitet wird. Betreuungskräfte haben natürlich auch Pausen. Der Name beschreibt vielmehr, dass die betreute Person auch nachts nicht allein und bei Bedarf Unterstützung vorhanden ist.
Alle zwei bzw. vier Wochen wechseln sich die Betreuer ab, um in der Zwischenzeit zu ihren Familien nach Hause zu fahren.
5. Das kann ich mir nicht leisten.
Viele Menschen schätzen die Kosten deutlich höher ein, als sie tatsächlich sind. Je nach individueller Situation können Pflegegeld und staatliche Förderungen die finanzielle Belastung reduzieren.







