Unabhängiges LandesFreiwilligenzentrum feiert Geburtstag: Zehn Jahre Wertschätzung für Freiwillige
OÖ/LINZ. Seit 2008 ist das Unabhängige LandesFreiwilligenzentrum – kurz ULF – die Drehscheibe für freiwilliges Engagement in Oberösterreich. Es unterstützt soziale Einrichtungen und Projekte dabei, Freiwillige zu gewinnen. Zum zehnten Geburtstag hat sich das ULF ein neues Design verpasst.

„Jedes Engagement ist gefragt, aber es braucht auf beiden Seiten die Rahmenbedingungen“, so Nicole Sonnleitner, seit der ersten Stunde Leiterin des ULF. Das Zentrum schafft diese Rahmenbedingungen. Im Auftrag des Sozialressorts des Landes OÖ hat das ULF in den vergangenen zehn Jahren mehr als 2.000 Personen vermittelt und begleitet, die sich freiwillig engagieren wollen, hat zahlreiche innovative Projekte initiiert und hat Vernetzungs- und Öffentlichkeitsarbeit rund um freiwilliges Engagement betrieben. Das ULF arbeitet mit mehr als 400 Einrichtungen, Vereinen und Projekten in ganz Oberösterreich zusammen.
„Best-Practice-Beispiel in Österreich“
„Wir sind stolz darauf, diese Einrichtung, diese breitgefächerte Organisation zu haben für die Oberösterreicher, die ihre Zeit freiwillig zur Verfügung stellen“, freut sich Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer. „Das ULF wurde 2008 als Drehscheibe für die Freiwilligenarbeit gegründet und ist heute als Kompetenzzentrum ein Best-Practice-Beispiel in Österreich, wie man Freiwilligenarbeit machen und Professionalität hineinbringen kann.“
Fokus sozialer Bereich
Im ULF liegt der Fokus vor allem auf dem sozialen Bereich, vermittelt wird im Bereich Senioren, Kinder- und Jugendarbeit, Asyl und Migration, der Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen oder im Gemeinwesen. Rund 1.700 Freiwillige sind aktuell in der ULF-Datenbank registriert. Ein Großteil der Freiwilligen beim ULF ist zwischen 20 und 29 Jahre alt. „Viele davon sehen ihr Engagement als Ausgleich zur Arbeit“, so Sonnleitner. 70 Prozent kommen aus dem Linzer Zentralraum.
Engagement schafft zusätzliches Angebot
Dem ULF ist es besonders wichtig, durch Freiwillige keine professionellen, hauptamtlichen Mitarbeiter in Einrichtungen abzulösen. „Freiwillige sollen ergänzen und ein zusätzliches Angebot schaffen. Es geht darum, gesamtgesellschaftlichen, gesellschaftspolitischen Nutzen zu bieten“, so Sonnleitner.
Anerkennung und Wertschätzung
Sinnvolles tun, die Freude, anderen zu helfen, das Schaffen von Solidarität und Zusammenhalt sind gute Gründe, sich freiwillig zu engagieren. Auch im Lebenslauf sind freiwillige Engagements und die damit erworbenen Kompetenzen gern gesehen. Wertschätzung für ihren Einsatz erfahren die Freiwilligen aber auch durch das kostenlose Angebot von Workshops im ULF, Beratungsangebote und Dankeschön-Veranstaltungen. Dass freiwilliges Engagement Mehrwert für die Freiwilligen bietet, bestätigt auch die Klinische Psychologin Adela Perte, die sich seit fünf Jahren freiwillig über das ULF engagiert. „Engagement ist eine Option, eine freie Entscheidung, seine Zeit zu investieren. Man hat die Gelegenheit als Mensch wahrgenommen zu werden, Menschen zu treffen, sich auszutauschen. Das ULF ist wie eine Ladestation, in der man Kraft tankt“, so Perta.
Danke-Punsch
Am Mittwoch, 5. Dezember, wird am Martin-Luther-Platz in Linz ab 15 Uhr zum „Danke.Schön.Punsch“ geladen, anlässlich des Internationalen Tages der Freiwilligen. Am 10. Mai 2019 findet auch zum neunten Mal die Freiwilligenmesse „Fest.Engagiert“ statt, am Linzer Hauptplatz.
ULF in neuem Design
Zum zehnten Geburtstag wurden das Logo und die Website des ULF neu gestaltet. Die Website soll künftig noch viel stärker als niederschwellige Informationsportal über die Landesgrenze hinweg genutzt werden. Unter anderem sind sämtliche Kooperationspartner und Vermittlungsstellen online zu finden. Auch Beschreibungen zu möglichen Tätigkeiten und vieles mehr wird als Erstinformation auf der Plattform geboten.
2019 wird es auch erstmals eine Bezirkstour des ULF geben, um regional mehr verankert zu sein und Menschen zu erreichen, zu denen es bislang noch wenig Zugang gab.
In den Linzer Stadtteilen Spallerhof und Bindermichel wird auch das neue Pilotprojekt „Auf gesunde Nachbarschaft!“ gestartet.


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