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LINZ. Mehr als 80.000 Konsumenten haben im vergangenen Jahr Hilfe beim Konsumentenschutz der Arbeiterkammer (AK) OÖ gesucht.

Die meisten Beratungen fanden telefonisch statt.Foto: Anatoly Tiplyashin/Shutterstock.com
Die meisten Beratungen fanden telefonisch statt.Foto: Anatoly Tiplyashin/Shutterstock.com

Die überwiegende Zahl der 80.000 Beratungen – 60.000 Beratungen – fanden telefonisch statt. Mehr als 15.000 E-Mails und 400 Briefe wurden beantwortet. 5.000 Personen wurden in einem persönlichen Gespräch beraten. Gut 100 Konsumenten - vor allem jüngere - stellten ihre Fragen über Social Media-Kanäle. Insgesamt haben sich die oberösterreichischen Konsumenten mit hilfe des AK-Konsumentenschutzes rund neun Millionen Euro erspart.

Online-Geschäfte immer öfter Thema

Oft gestellt wurden Fragen zu Vertragsabschlüssen, Rücktrittsmöglichkeiten, Kündigungen, Kostenvoranschlägen und mangelhaften Produkten. Dauerbrenner sind dabei lange Laufzeiten bei Fitnessstudio-Verträgen und angeblich abgelaufene Geschenk-Gutscheine. „Ein Viertel geht auf die Mietrechtsberatung zurück“, so AK OÖ-Präsident Johann Kalliauer. Ein Zehntel betreifft Geld-und Versicherungsangelegenheiten. Auch die Anfragen zu Online-Geschäften stieg weiter. „Da ändert sich sehr viel, weil wir immer mehr online kaufen“, weiß Ulrike Weiß, Leiterin des AK-Konsumentenschutz.

Erfolgreich gegen überhöhte Gebühren

Einen Erfolg konnte der Konsumentenschutz gegen die Online-Partnervermittlung Parship verbuchen: „Wenn jemand nach zehn Tagen zurückgetreten ist, haben sie sich 450 Euro behalten“, so Weiß. „Das rechnet sich für das Unternehmen. Bei manchen ist das Teil des Geschäftsmodells.“

Die AK klagte wegen unzulässiger Geschäftspraktik und bekam recht. Im Falle eines fristgerechten Widerrufs müssen Konsumenten nun nur einen geringen, zeitanteiligen Betrag zahlen. Wer den überhöhten Betrag bereits bezahlt hat, kann sich das Geld zurück holen. Einen Musterbrief gibt es auch der Konsumentenschutz-Webseite unter www.arbeiterkammer.at - Konsumentenschutz: Online-Datingbörsen – Rechtswidriger Praktik wird Riegel vorgeschoben!


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