Financial Planners: Schüler fit in Geldfragen machen
LINZ. Um Kinder und Jugendliche schon früh darauf vorzubereiten, verantwortungsbewusst und gut überlegt mit Geld umzugehen, bietet der gemeinnützige Österreichische Verband Financial Planners kostenlose Finanzbildung an Schulen an. Auch in Linz stehen Experten zur Verfügung.

Wer nichts weiß, muss alles glauben. Das gilt in Geld-Fragen ganz besonders. Wer sich nicht auskennt, dem drohen böse finanzielle Überraschungen. Um das zu vermeiden, hilft nur eins: finanzielle Bildung, von der Pike auf.
Der Österreichische Verband Financial Planners macht Österreichs Schüler fit in Geld-Fragen. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung, Wirtschaft und Forschung sowie des Instituts für Wirtschaftspädagogik an der WU Wien wird ab sofort Finanzbildung Schulen angeboten. Auch Schulen in Linz und Oberösterreich können dieses Angebot kostenlos in Anspruch nehmen.
Umgang mit Geld früh lernen
Laut Finanzministerium ist jede vierte zahlungsunfähige Person in Österreich erst 30 Jahre oder jünger, viele davon starten ihren Werdegang schon vor dem 18. Lebensjahr mit Geldproblemen und verschulden sich etwa für Handy, Wohnung oder Shopping. Die durchschnittliche Verschuldung dieser Personen liegt bei rund 28.000 Euro. „Das lässt leider darauf schließen, dass die betroffenen Erwachsenen während ihrer Kindheit nur wenig im Umgang mit Geld gelernt haben“, hält Otto Lucius, Gründer und Vorstandsbeauftragter für Finanzbildung des Österreichischen Verbandes Financial Planners, fest.
60 Finanzbildner in Österreich
Der gemeinnützige Verband hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, in Abstimmung mit dem Bundesministerium Finanzbildner an Schulen zu schicken, die ihrem Verhaltenskodex verpflichtet absolut anbieter- und produktneutral Kinder und Jugendliche altersgerecht an Geld-Themen heranzuführen. 60 Experten in Österreich haben sich dafür zur Verfügung gestellt und sind mit Ende Februar 2020 einsatzbereit. Die Finanzbildner werden in Didaktik-Workshops an der WU Wien auf ihre Aufgabe vorbereitet.
Den Jugendlichen wird beispielsweise anschaulich erklärt, was Inflation bedeutet. „Ein Paradebeispiel dafür ist die Kugel Eis, die heute für 1 Euro zu haben ist, nächstes Jahr zum Beispiel bei 1,10 Euro liegt und in zwei Jahren möglicherweise bei 1,20 Euro, während sich die Menge an Eis, die man erhält, nicht verändert“, erläutert Lucius.
Kostenloses Angebot für Schulen
Der Österreichische Verband Financial Planners stellt den Dienst allen interessierten Lehrern und Schulen kostenfrei zur Verfügung.
Infos und Anmeldung: office@afp.or.at


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