Beim Wärmepumpenkauf sollte man auch an den Nachbarn denken

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Sebastian Wallner Online Redaktion, 07.03.2020 07:05 Uhr

OÖ. Der größte Vorteil der Wärmepumpen ist, dass die Bereitstellung von Wärme (und Kälte) überwiegend auf Umweltenergie aus Luft, Boden oder Grundwasser basiert. Die restliche Energie wird meistens in Form von elektrischer Energie zugeführt. Diese Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen hat die Wärmepumpe zu einer der beliebtesten Heizformen werden lassen. Doch es regt sich auch Kritik.

Immer wieder beschäftigt der Lärm der Außeneinheiten von Luftwärmepumpen ganze Nachbarschaften, vor allem in dicht bebauten Gebieten. Dabei muss man zwischen Körper- und Luftschall unterscheiden: Körperschall wird mittels Vibrationen über Boden und Wände übertragen. Deswegen muss bei Wärmepumpen auf sachgemäße Entkoppelung geachtet werden. Luftschall breitet sich über die Luft aus. Hier kann man durch eine entsprechende Gehäusekonstruktion und Gehäusedämmung die Umweltbelastung gering halten. Außerdem kommt der Wärmepumpe selbst eine wichtige Rolle zu.

Qualität entscheidend

Qualitativ hochwertige Wärmepumpen sind bei richtiger Dimensionierung wesentlich leiser als günstigere Wärmepumpen. Der Geräuschpegel ist vergleichbar mit einer Waschmaschine oder einem Geschirrspüler. Die Lautstärke ist abhängig von der Bauart der Wärmepumpe und der Wärmequelle. Der jeweilige Schallleistungspegel ist auf dem Datenblatt angeführt.

Man sollte dabei immer die maximalen Schallleistungspegel vergleichen. Dabei ist Vorsicht geboten: Bei vielen Luftwärmepumpen wird nicht der maximale Schallleistungspegel angegeben, sondern ein Schallleistungspegel, welcher nicht bei der maximalen Drehzahl gemessen wurde.

Horizontal läufts leiser

Auch die verschiedenen Bauarten der Außeneinheiten von Luftwärmepumpen spielen eine Rolle. Horizontale Tischverdampfer sind im Allgemeinen leiser als vertikale Verdampfereinheiten, da der waagerecht liegende Ventilator eine größere Laufruhe besitzt. Zudem kommen sie mit geringeren Drehzahlen aus.

Grenzwerte

Grundsätzlich handelt es sich bei Geräuschen von Luftwärmepumpen um Dauergeräusche. Im Förderprogramm für die erstmalige Installation von privaten Wärmepumpen des Landes Oberösterreich heißt es, dass die spezifische Schallimmission den Wert von 35 Dezibel an der Grundgrenze des Nachbargrundstücks nicht überschreiten darf. 30 Dezibel entspricht ungefähr einem Flüstern, ein normales Gespräch ist rund 55 Dezibel laut.

 

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Kommentare

  1. Stefanie Z.
    Stefanie Z.26.03.2020 10:03 Uhr

    Kaum noch zu hören - Die neueren Generationen der Wärmepumpen sind aber kaum noch zu hören. Ich habe eine neue Wärmepumpe, zwei Jahre alt, von Vaillant und die ist extrem leise. Die Lautstärke stört weder mich, noch kann dadurch mein Nachbar gestört werden. Außerdem muss man sich na nur mal überlegen, Im Sommer wenn die Fenster offen sind oder man viel Zeit im Garten verbringt, läuft die Wärmepumpe nicht. Im Winter wenn sie auf Hochbetrieb läuft, bleiben auch die Fenster zu und man hält sich vorwiegend drinnen auf. Daher stört es kaum. Wenn würde ich darauf achten, dass man sie nicht gerade unters Schlafzimmerfenster stellt, aber sonst hört man die Wärmepumpen kaum.

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