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OÖ. Alleine in Oberösterreich erleiden jährlich 4.500 Personen einen Schlaganfall, österreichweit sind es rund 20.000. Schlaganfälle sind somit die dritthäufigste Todesursache und Hauptgrund für bleibende körperliche Beeinträchtigungen. Zum Weltschlaganfalltag (29. Oktober) macht das OÖ. Rote Kreuz auf diese oft unterschätze Gefahr aufmerksam.

 (Foto: ÖRK / Hesz)
(Foto: ÖRK / Hesz)

Marlene ist bei Tante Klara zu Besuch. Heute aber ist ihre Tante anders als sonst. Ihr linker Mundwinkel hängt auffällig herab und das Sprechen bereitet ihr Probleme. Marlene vermutet, dass Tante Klara einen Schlaganfall haben könnte. „Jede Minute zählt. Bei einem Schlaganfall bekommt das Gehirn zu wenig Sauerstoff, das kann zu schweren Folgeschäden bis hin zum Tod führen. Schnelles Erkennen und Eingreifen kann Schlimmeres verhindern und erhöht die Heilungschancen“, sagt Walter Aichinger, Präsident des OÖ. Roten Kreuzes. Häufig trifft ein Schlaganfall Menschen über 65 Jahre, jeder fünfte Patient ist aber deutlich jünger.

FAST-Test bei Schlaganfall-Verdacht

Marlene beruhigt ihre Tante und spricht mit ihr. Da Marlene im Frühjahr einen Erste-Hilfe-Kurs absolvierte, erinnert sie sich an den FAST-Test:

  • Face (Gesicht): Marlene bittet ihre Tante zu lächeln: Ist das Gesicht einseitig gelähmt oder verzogen? Hängt ein Mundwinkel herunter?
  • Arms (Arme): Kann sie beide Arme nach vorne strecken bzw. anheben?
  • Speech (Sprache): Kann ihre Tante einen einfachen Satz nachsprechen?
  • Time (Zeit): Seit wann bestehen die Symptome/Anzeichen? Zeit ist Hirn!

Bei einem oder mehreren Anzeichen für einen Schlaganfall muss sofort der Notruf abgesetzt werden.

In jedem Fall gilt: Die betroffene Person in einer für sie angenehmen Position liegenlassen (in Seitenlage) und den Notruf tätigen. „Erste Hilfe rettet Leben“, meint der Rotkreuz-Präsident weiter. In den Erste-Hilfe-Kursen des OÖ. Roten Kreuzes wird das Erkennen von Schlaganfällen behandelt. Auch wenn zu 99 Prozent nichts passiert. Zu wissen, was im Notfall zu tun ist, lohnt sich zu 100 Prozent. Mehr: www.erstehilfe.at


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