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OÖ/BEZIRK. 65 Verkehrstote waren in Oberösterreich im Jahr 2020 zu beklagen, wohl auch bedingt durch die Corona-Krise ein Rückgang von 22 Verkehrstoten, österreichweit der höchste Rückgang. Ebenfalls sind 65 Verkehrstote der tiefste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen. Dennoch „Jeder tödliche Verkehrsunfall ist einer zu viel“, so Landesrat Günther Steinkellner. In den Bezirken Steyr-Land mit neun und Braunau mit sechs mussten die meisten tödlichen Verkehrsunfälle verzeichnet werden.

Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner: "Jeder Verkehrstote ist einer zu viel." (Foto: Land OÖ/Daniel Kauder)

„Der Rückgang der tödlichen Unfälle im Oberösterreichischen Straßenverkehr ist einerseits zwar erfreulich. Dennoch verbirgt sich hinter den 65 Verkehrstoten des Vorjahres viel Leid bei den Hinterbliebenen und trauernden Familien. Jeder tödliche Verkehrsunfall ist schlichtweg einer zu viel“, so Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner.

Tiefster Wert seit Beginn der Aufzeichnungen

Mit aktuellem Stand sind im Jahr 2020 in Oberösterreich 65 Verkehrstote zu beklagen. Oberösterreich verzeichnet mit dem Rückgang um 22 Verkehrstote, österreichweit den höchsten Rückgang. Ebenfalls sind 65 Verkehrstote der tiefste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen.

Der Vergleich der 18 Verwaltungsbezirke zeigt, dass in den Bezirken Steyr-Land (neun) und Braunau (sechs) die meisten Verkehrstoten 2020 zu beklagen sind. In Wels Stadt und Kirchdorf waren im vergangenen Jahr keine Verkehrstoten zu verzeichnen.

Im Vergleich zum Vorjahr gab es in den Bezirken Linz Stadt und Steyr-Land (plus drei) die größten Steigerungsraten bei den Toten, die Bezirke Vöcklabruck (minus zehn), Wels Stadt (minus sechs) und Urfahr Umgebung (minus fünf) konnten den größten Rückgang verzeichnen.

Bei den Todesopfern, die bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind, sind um elf weniger zu verzeichnen, ein Minus von je sechs Todesopfern gaben es jeweils bei Moped-Lenkern und Fußgängern.

Gestiegen hingegen ist die Zahl der tödlichen LKW-Unfälle, um vier. Der häufigste Unfalltyp ist der Alleinunfall mit 39 Prozent, gefolgt vom Gegenverkehrsunfall und Kreuzungsunfall mit je 18 Prozent.

Zu schnell unterwegs, Anstieg bei tödlichen Alko-Unfällen

Bei fast einem Drittel der Verkehrsunfälle war die nicht angepasste Geschwindigkeit (31 Prozent) Hauptunfallursache, gefolgt von Unachtsamkeit/ Ablenkung (21 Prozent) und Vorrangverletzung (14 Prozent). Die Anzahl der Getöteten durch nicht angepasste Geschwindigkeit stieg von 13 im Jahr 2019 auf 20 im Jahr 2020.

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen mit alkoholisierten Beteiligten ist nach dem Rückgang im Jahr 2019 für 2020 wieder ein Anstieg zu verzeichnen. Der Wert hat sich von 3,41 Prozent auf 7,69 Prozent mehr als verdoppelt.

Nach den Lichtverhältnissen aufgeschlüsselt, ergeben sich 45 getötete Personen bei Tageslicht und 20 bei Nacht.

Verstärkte Bewusstseinsbildung

„Wir werden auch in diesem Jahr 2021 wieder einen Fokus in der Bewusstseinsbildung setzen. Besonders wenn es um die Themen Alkohol und Drogen am Steuer, sowie nicht angepassten Geschwindigkeiten geht“, unterstreicht Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner.


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