Ein Jahr Corona-Pandemie: Das Kepler Universitätsklinikum zieht Bilanz
LINZ. Am 9. März jährte sich die Aufnahme des ersten Covid-Patienten am Kepler Universitätsklinikum. Seither sind die Mitarbeiter mit einer nie dagewesenen Herausforderung konfrontiert. Der traurige Höchststand an zu behandelnden Covid-Patienten lag am 30. November bei 265, der der intensivpflichtigen Patienten am 24. Dezember bei insgesamt 43.

Im vergangenen Jahr wurden an den Standorten des Kepler Universitätsklinikums insgesamt mehr als 1.500 Covid-infizierte Patienten betreut. Davon bedurften rund 250 einer intensivmedizinischen Betreuung. Analog zu den allgemeinen Infektionszahlen war die herausforderndste Zeit für das KUK und insbesondere für die Mitarbeiter die sogenannte zweite Welle – hier vor allem die Monate November und Dezember 2020. In dieser Zeit hat sich die Zahl der Covid-Patienten vervielfacht.
Zum Vergleich: In der ersten Welle wurden bis Ende April 79 infizierte Patienten im Kepler Universitätsklinikum stationär aufgenommen. Während der zweiten Welle stieg diese Zahl auf fast das 19-fache. Das gleiche Bild zeigt sich bei den Intensivpatienten: Waren in der ersten Welle insgesamt 13 Covid-Patienten intensivpflichtig, so ist diese Zahl nach der zweiten Welle 19 Mal so hoch.
Der traurige Höhepunkt der Corona-Pandemie wurde im Kepler Uniklinikum Ende November erreicht. Am 30. November wurde der Höchststand an zu betreuenden Covid-Patienten erreicht. An diesem Tag waren 265 infizierte Patienten im KUK in Behandlung. Der Höchststand an intensivpflichtigen Patienten wurde am 24. Dezember mit insgesamt 43 verzeichnet .
Alle Altersgruppen betroffen
Die Bilanz im Kepler Universitätsklinikum nach einem Jahr Corona-Pandemie belegt auch: Das Virus trifft fast alle Altersgruppen, am stärksten jedoch die Älteren. Im Durchschnitt sind spitalspflichtige Covid-Erkrankte 63,7 Jahre alt. Und je älter desto schwerer ist auch der Verlauf der Krankheit. Insgesamt sind bis Ende Februar 2021 216 Covid-Patienten im KUK verstorben. Das Alter der Verstorbenen liegt dabei zwischen 27 und 100 Jahren, das Durchschnittsalter bei 76,8 Jahren.
Die durchschnittliche Behandlungsdauer der mit Corona infizierten Patienten beträgt fast 13 Tage. Schwerer Erkrankte bedürfen durchschnittlich einer intensivmedizinischen Betreuung von 8,8 Tage. Jedoch gab es auch Lichtblicke in der zweiten Welle. So konnte etwa ein betagter Patient, der schwer an Corona erkrankt war, wenige Tage vor seinem 100. Geburtstag wieder in seine vertraute Umgebung in einem Seniorenheim entlassen werden.
Hohe Impfrate
Ein weiterer Lichtblick war der Impfstart im Kepler Universitätsklinikum am 13. Jänner 2021. Seither sind insgesamt bereits mehr als 4.600 Impfungen verabreicht worden. Mehr als 1.500 Mitarbeiter haben sogar bereits beide Teilimpfungen erhalten und damit den vollen Impfschutz.
Dankeschön an die Mitarbeiter
All diese Zahlen verdeutlichen, wie schwierig und belastend die vergangenen Monate für die Mitarbeiter im KUK waren. Trotz der sowohl körperlichen als auch psychischen Ausnahmesituation über einen derart langen Zeitraum ist es ihnen gelungen die Krise bestmöglich zu bewältigen und das schlimmste Szenario der Triage abzuwenden.
„Wir möchten den Jahrestag zum Anlass nehmen, um uns bei all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für das in den letzten Monaten Geleistete zu bedanken. Ohne ihre Professionalität, ihren Einsatz und ihren Zusammenhalt wäre die Krise sicherlich nicht zu bewältigen gewesen. Unser Dank gilt aber auch den Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörigen, die unsere Präventionsmaßnahmen in dieser Ausnahmesituation mitgetragen haben“, erklärt die Kollegiale Führung des Kepler Universitätsklinikums.
Alle Zahlen: Stand Ende Jänner 2021


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