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OÖ. Brütende Sommerhitze kann das Auto schnell zum Backofen werden lassen. Jedes Jahr im Sommer kommt es zu gefährlichen Szenarien, wenn Babys, Kleinkinder oder Hunde in überhitzten Autos gelassen werden. Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner und Tierschutz-Landesrätin Birgit Gerstorfer weisen auf die Gefahr hin.

 (Foto: Olena Serzhanova/Shutterstock.com)
(Foto: Olena Serzhanova/Shutterstock.com)

„Bei einer Außentemperatur von 30 Grad kann sich die Temperatur im Innern des Autos innerhalb einer Stunde auf rund 56 Grad Celsius erhitzen. Bei solchen Temperaturen droht den schutzlosen Insassen ein Hitzeschlag oder schlimmeres“, warnt Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ).

Besonders für Kleinkinder sind hohe Temperaturen gefährlich. Auch bei vermeintlich angenehmen Lufttemperaturen von 24 Grad im Außenbereich kann sich der Innenraum innerhalb einer Stunde bis zu diesem kritischen Wert aufheizen. Ein geöffnetes Schiebedach oder ein spaltbreit geöffnetes Fenster reichen dabei nicht, um die gefährliche Hitze zu kompensieren.

„Nur kurz in den Supermarkt, nur noch schnell zur Post, nur mal eben zum Bäcker. Selbst bei kleinen Erledigungen gilt, dass weder Kinder noch Tiere im Auto alleine gelassen werden sollten. Ich bitte alle Autofahrer dieses Gefahrenpotential nicht außer Acht zu lassen“, macht Steinkellner auf das Risiko Hyperthemie aufmerksam. 

Tierschutz-Landesrätin Birgit Gerstorfer: Tödliche Gefahr für Hunde

„Selbst erfahrene Hundehalter unterschätzen oft, wie unglaublich rasch die Sonne ein Auto aufheizen kann - und das nahezu unabhängig von der Außentemperatur“, warnt auch Tierschutz-Landesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ).

Da Hunde ihre Körpertemperatur nicht durch Schwitzen regulieren können, sind sie besonders gefährdet einen Hitzeschlag zu erleiden. Ebenfalls häufig unterschätzt wird, dass es im Sommer selbst im Schatten in einem Fahrzeug extrem schnell heiß werden kann.

„Wenn man seinen Wagen samt Hund abstellt, muss man zudem bedenken, dass die Sonne im Laufe des Tages wandert. Ein Auto, das im Schatten abgestellt wurde, kann innerhalb einer halben Stunde bereits in der prallen Sonne stehen und damit zur tödlichen Falle werden“, erklärt Cornelia Rouha-Mülleder, Tierschutzombudsfrau des Landes OÖ.

Erste Hilfe Maßnahmen

Im Falle einer Überhitzung muss der Hund rasch aus dem Auto befreit werden, sofort an einen kühlen schattigen Ort gebracht und mit Trinkwasser versorgt (kein kaltes Wasser) werden. Experten raten die Körpertemperatur z.B. durch Auflegen von feuchten Tüchern, beginnend an den Pfoten und Gliedmaßen, vorsichtig zu senken (nicht den Hund mit Wasser überschütten). Anschließend muss der Hund zu einem Tierarzt gebracht werden.

„Wer ein Tier entdeckt, das in einem Auto in der prallen Sonne zurückgelassen wurde und bei dem die Gefahr der Überhitzung besteht, soll bitte nicht wegschauen, sondern unverzüglich die Polizei verständigen!“, appelliert die Tierschutzombudsfrau OÖ.


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