Fasten - jährliches Service für Körper, Geist und Seele
LINZ. Der Trend, seinem Körper etwas Gutes zu tun, ist ungebrochen. Bei vielen beliebt ist das Fasten. Der bewusste (teilweise) Verzicht auf Nahrung hat sich längst auch abseits von Ostern als Regeneration für den Körper etabliert.

„Fasten ist für mich die natürlichste Form, den Körper zu entgiften, einmal so richtig durchzuputzen“, erklärt die Fastenleiterin Nina Patter aus Linz: „Mir gefällt der Vergleich mit einer Totalsanierung da ganz gut. Man entkalkt ja auch seine Küchengeräte oder bringt jährlich das Auto zum Service, so sehe ich das Fasten für den Körper. Es ist ein Neustart für den Körper, um wieder zu Kräften zu kommen.“
Linderung von Symptomen
Fasten ist für viele aber nicht nur ein Jungbrunnen für Körper, Geist und Seele, Fasten kann auch zur Linderung diverser Symptome beitragen. „Fasten ist sehr effektiv bei Kopfschmerzen, Migräne ebenso wie bei diversen Hautkrankheiten sowie jeglichen Magen-Darm-Problemen. Und auch bei jeder Form von Gelenksschmerzen, Rückenschmerzen oder Verspannungen. Da ist meist schon in kürzester Zeit eine Linderung zu spüren, weil die ganzen Säuren, diese Schlackenstoffe, die sich auch vermehrt in den Gelenken und im Gewebe ablagern, ausgeschleust werden“, erklärt die 39-jährige Pharmazeutin und Kinesiologin.
Darüber hinaus gehe mit dem Fasten eine Erneuerung im Inneren einher, jede Fastenkur stärke Willenskraft und Selbstvertrauen. „Im Idealfall führt Fasten zu einem Loslassen alter Gewohnheiten und einer Neuordnung der eigenen Prioritäten“, so Patter, die als Fastenleiterin ihre Gruppen dazu anregt, ganz bewusst auf Veränderungen zu achten.
Dauer und Zeitpunkt fürs Fasten sind nicht strikt festgelegt. „Es reichen schon ein paar Tage, aber unter einer Woche würde ich keine Fastenkur veranschlagen. Vom Zeitpunkt her eignet sich das ganze Jahr, ideal ist aber eine Kur bei abnehmendem Mond“, so die Fastenleiterin, die gerade beim ersten Mal aber eine professionelle Begleitung empfiehlt, „sonst kann man viel vertun“. Ganz wichtig seien die richtige Einstiegs- und Aufbauphase, „und nicht von hundert auf null und von null auf hundert“. Insgesamt könne man ein- bis dreimal pro Jahr fasten.
Basisches Fasten
Wer sich schwer tut, Vollfasten in seinen Alltag zu integrieren, dem empfiehlt die Linzerin das Basenfasten: „Dabei isst man nicht nichts, sondern gezielt reduziertes und verändertes Essen, was aber trotzdem sehr effektiv und gut neben Beruf und Familie vereinbar ist.“ Beim Basenfasten werden säurebildende Nahrungsmittel, darunter viele Genussmittel wie Zucker oder Alkohol, reduziert und der Fokus auf basische Mahlzeiten wie Obst und Gemüse gelegt.


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