Tag der Menschen mit Behinderung: Selbstbestimmung und Gleichberechtigung braucht Mut und neue Wege

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Nicole Dirnberger Nicole Dirnberger, Tips Redaktion, 03.12.2021 10:19 Uhr

LINZ/OÖ. Heute am 3. Dezember ist der internationale Tag der Menschen mit Beeinträchtigungen. Selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe am Leben von Menschen mit Beeinträchtigung ist in der UN-Behindertenkonvention verankert. Dass dies in der Realität nicht so ist, weiß Grüne-Behindertensprecherin Ulrike Schwarz.

Heute am „Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung“ soll der Öffentlichkeit ins Bewusstsein gerufen werden, welche Probleme Menschen mit Behinderung haben aber der Einsatz für ihre Würde und ihre Rechte in den Fokus gerückt werden. Selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung in allen Lebensbereichen, das ist in der UN-Behindertenkonvention verankert und wurde im Jahr 2008 von Österreich unterschrieben.

Dieser Weg ist in Österreich und auch in Oberösterreich noch ein weiter, dass erfahren die betroffenen Menschen und deren Angehörigen tagtäglich. „Frauen und Männer mit Beeinträchtigung erleben, dass sie ausgegrenzt werden, dass sie vor unüberwindbaren Barrieren stehen und die notwendige Unterstützung, aber auch finanzielle Absicherung fehlt“, weiß die Grüne-Behindertensprecherin Ulrike Schwarz auch aus eigener Erfahrung als betreuende Angehörige.

„Gerade in Oberösterreich warten viele junge Menschen mit Behinderung auf die notwendige Assistenz oder eine mobile Betreuung, damit sie selbstbestimmt leben können. Viele warten auch auf einen betreuten Wohnplatz. Hier müssen wir endlich umdenken und viel stärker bedürfnisorientiert und regional planen. Behinderte Menschen haben das Recht selbstbestimmt auch über ihre Wohnsituation zu entscheiden“, fordert Landtagsabgeordnete Schwarz.

Das heißt am Beispiel Wohnen:

  •          mehr leistbare und barrierefreie Wohnungen
  •          Stärkung der kommunalen / regionalen sozialen Netzwerke zur Unterstützung
  •          aktive Einbindung der betroffenen Menschen und deren finanzielle Absicherung
  •          Ausreichend mobile Dienste und Assistenzleistungen
  •          Entlastung und Unterstützung der betreuenden Zu- und Angehörigen 

„Inklusion ist eine Gesamt-Gesellschaftliche Aufgabe. Diese große Herausforderung kann nicht mit alten Rezepten gelöst werden. Daher gehen wir mit Mut und Innovation neue Wege und ermöglichen wir Menschen mit Beeinträchtigung ein selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben. Es ist Recht und nicht Gnade“, stellt die Grüne Behindertensprecherin klar.

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