Raus in die Natur, aber dabei die Grenzen respektieren

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Karin Seyringer Tips Redaktion Karin Seyringer, 31.12.2021 10:02 Uhr

OÖ. Die Menschen zieht es raus ins Freie, auch im Winter, vor allem, wenn angezuckerte Wälder und frisch verschneite Hänge locken. Dabei sollte man nicht vergessen, dass auch der Wohnraum von Wildtieren betreten und die Natur in ihrem Winterschlaf gestört werden kann. Achtsamkeit ist gefragt.

Der Winter lädt dazu ein, Oberösterreichs vielfältigen Erholungsraum zu erkunden – ob nun als Naturliebhaber, Sportbegeisterter oder Ruhesuchender. Beim Spaziergang durch den Wald, der Schneeschuhwanderung im Freundeskreis, dem Rodeln mit den Kindern oder beim Hinunterwedeln auf der Ski-Piste kommt jeder auf seine Kosten.

Für die Natur und die darin lebenden Tiere und Pflanzen sind der menschliche Besuch aber nicht immer ein Grund zur Freude. Besonders dann, wenn Freizeitnutzer in die Rückzugsgebiete von Reh, Gams, Hase und Co. eindringen – sich also fern der markierten Wege und Pisten aufhalten. Dadurch wird das Wild nicht nur aufgeschreckt und gehetzt, sondern auch zu einem geänderten Äsungsverhalten bewegt, wodurch es wiederum zu nachhaltigen und massiven Schäden am Baumbestand kommt.

Bewusstseinsbildung statt Verbote

Meist erfolgt die Naturschädigung unbewusst und ohne böse Absicht. Der Forstdienst des Landes OÖ hat sich daher gemeinsam mit dem OÖ Jagdverband dazu entschlossen Aufklärungsarbeit zu leisten. Die Initiative „Respektiere deine Grenzen“ will keine Verbote aufstellen und mit erhobenem Zeigefinger auf Fehlverhalten hinweisen, sondern informieren und für die Bedürfnisse von Flora und Fauna sensibilisieren.

Dazu ist auch die Broschüre „Respektiere deine Grenzen“ erschienen, sie gibt Tipps, wie eine gute Balance aus Freizeitnutzung und Naturschutz gelingt.

„Die Natur zu schützen, liegt in der Eigenverantwortung jedes einzelnen. Natürlich wollen wir als Land Oberösterreich über richtiges Verhalten in der Natur und die besonderen Bedürfnisse der Wildtiere in der stillsten Zeit des Jahres aufklären, doch letztendlich liegt die Umsetzung bei den Menschen. Verbote sind hier nicht zielführend. Ich bin davon überzeugt, dass jeder seinen Raum haben muss: die Natur, die Land- und Forstwirtschaft sowie der oder die Erholungssuchende. Mit etwas gegenseitiger Rücksichtnahme ist ein respektvolles Nebeneinander bestimmt möglich. Schließlich will doch jeder ein gern gesehener Gast sein und auch in Zukunft eine intakte, artenreiche Natur- und Kulturlandschaft vorfinden“, betont Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger.

Die Broschüre kann beim Land OÖ kostenlos heruntergeladen werden.

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