Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

OÖ. Manch einer hat es während der Familienfeiern zu Weihnachten vielleicht bemerkt: Man kann den Gesprächen nicht mehr so gut folgen und muss öfter nachfragen. Bei der nächsten Feier wieder alles zu verstehen, ist dank Hörsystem zum Glück einfacher, als man vielleicht glaubt.

 (Foto: New Africa/Shutterstock.com)
(Foto: New Africa/Shutterstock.com)

„Moderne Hörsysteme sind Mini-Computer und können viel mehr, als man so einem kleinen Gerät vielleicht zutraut. Wichtig ist aber vor allem, dass man rechtzeitig anfängt, sich damit zu beschäftigen, wenn man merkt, dass das eigene Hörvermögen schlechter wird“, weiß Thomas Aigner, Landesinnungsmeister der Oö. Hörakustiker.

Denn ein schleichender Hörverlust birgt noch ganz andere Probleme: Man beteiligt sich weniger an Gesprächen und es kommt zur Vereinsamung, die Lebensqualität sinkt. Darüber hinaus zeigen Studien deutliche Verbindungen zwischen einem Hörverlust und Demenzrisiko, psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Unfallgefahr.

Unkompliziert und risikolos

Ein Besuch beim Hörakustiker ist der erste Schritt. Dieser testet das Hörvermögen und beantwortet alle Fragen bzw. verweist gegebenenfalls an den HNO-Arzt. Auch ist die Investition mit keinem Risiko verbunden: „In der Branche ist es üblich, dass man das Hörsystem kostenlos und unverbindlich Probe tragen kann“, erklärt Aigner. So bemerkt man schnell, ob das neue Gerät nur zuhause in der Schublade liegenbleibt oder man den Nutzen im Alltag zu schätzen lernt.

Was Hörsysteme heute alles können

„Manche Hörgeräte sind heute nicht mehr größer als eine 2-Cent-Münze“, erklärt der Experte. Auch bei den Funktionen gibt es viele Neuerungen, die das Leben erleichtern. Statt mühsam Batterien zu wechseln, kann man heutzutage auf ein aufladbares Gerät setzen. Auch gibt es mittlerweile Hörsysteme, die sich automatisch an den Geräuschpegel anpassen.

Zu den wichtigsten neuen Details gehört außerdem eine Bluetooth-Schnittstelle. Diese ermöglicht eine Verbindung zum Handy. So kann man das Smartphone einerseits als Fernbedienung für das Hörsystem nutzen, andererseits hat man die Freisprecheinrichtung beim Autofahren bereits im Ohr.

Darüber hinaus lässt sich auch ein Mikrofon verbinden. Dieses kann man zum Beispiel auf den Tisch legen und hat so den Gesprächspartner gegenüber im wahrsten Sinne des Wortes „direkt im Ohr“.

Besonders praktisch ist auch der Fernseh-Adapter: „Bei modernen Fernsehern sind die Lautsprecher meist auf der Rückseite platziert. Der Schall wird so erstmal gegen die Wand geschickt und vom Zuseher nur indirekt empfangen. Der Adapter überträgt den Ton direkt ins Ohr und man beglückt nicht die Nachbarn mit einem zu laut aufgedrehten Fernseher“, erklärt Thomas Aigner.

Gut hören in Pandemie-Zeiten

Übrigens: Gerade jetzt in der Pandemie ist es umso wichtiger, für ein gutes Hörvermögen zu sorgen. Masken dämpfen die Lautstärke beim Sprechen um 5 dB (Mund-Nasen-Schutz) bis zu 10 dB (FFP2-Maske). Auch die für die Sprachverständlichkeit wichtigen höheren Frequenzen werden weggefiltert. Darüber hinaus kann man sich durch die Masken auch nicht mit dem Lippenlesen behelfen. „Unsere Ohren brauchen jetzt also umso mehr Aufmerksamkeit“, so der Landesinnungsmeister abschließend.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden