Weltschlaftag (19. März): Oft sind Routinen schuld an zu wenig Schlaf
OÖ. Am 19. März ist Weltschlaftag. Ein Grund mehr, sich dem gesunden Schlaf zu widmen. Denn: Mehr als jeder zehnte Österreicher ist von Schlafstörungen betroffen. Die Folgen reichen von Kopfschmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten bis hin zu Depression, Herzinfarkt und Schlaganfall.

Die Pandemie spukt in unseren Köpfen und in der Ukraine herrscht Krieg – viele Erwachsene und Kinder haben daher große Ängste und finden weniger Schlaf als sonst. Schon bislang war es so, dass etwas mehr als zehn Prozent der Österreicher an Schlafstörungen leiden. Durchwachte Nächte können auf Dauer ernsthafte, gesundheitliche Schäden hervorrufen.
Nebenwirkungen sind gravierend
Es gibt viele Schlafstörungen. Eine der häufigsten ist die Psychophysiologische Insomnie. Bei dieser Form verkrampft man sich dermaßen, dass man nicht einschlafen kann und je mehr man sich den Schlaf herbeisehnt, desto munterer wird man. „Und dann gibt es auch organisch bedingte Schlafstörungen, die von Parkinson, Migräne, Epilepsie oder einem Schädeltrauma stammen – teilweise kommen aus diesem Bereich bis zu 70 Prozent der Schlafstörungen her“, sagt Dietmar Schafelner, Facharzt für Neurologie und Fachgruppenvertreter Neurologie der Ärztekammer für Oberösterreich.
Wenn sich die Schlafstörungen häufen, sollte man einen Spezialisten aufsuchen. Wer etwa dreimal pro Woche und auf die Dauer von einem Monat unter Schlafstörungen leidet, sollte ärztlichen Rat einholen. Denn die Nebenwirkungen unzureichenden Schlafs sind gravierend: sie reichen bis zu Herzinfarkt und Schlaganfall.
Schlafprobleme lassen sich in einem Schlaflabor untersuchen. Dort wird der gesamte Verlauf des Schlafs getestet und etwa Hirnströme, Augenbewegungen, Muskelbewegungen, Herz-Kreislauf-Funktionen, Atmung und Körperlage kontrolliert. Nach der Nacht im Labor wird der Befund geklärt und Therapiemöglichkeiten besprochen.
Gründe für Schlafstörungen breit gefächert
Die Gründe für Schlafstörungen sind genauso breit gefächert, wie die Schlafstörungen selbst. Oft sind Routinen schuld daran, wie etwa späte und schwere Kost, digitaler Konsum und aufwühlende Nachrichten. Schafelner rät: „Kurz vor dem Schlafengehen – wenn überhaupt – nur leichtverdauliche Nahrungsmittel. Hände weg zu dieser Zeit auch von Fleisch und Kaffee. Am besten wäre es drei Stunden vor dem Schlafengehen die letzte große Mahlzeit einzunehmen. Und ganz wichtig – für Kinder und Erwachsene: Eine Stunde vor dem Zubettgehen kein Fernsehen und keine elektronischen Medien.“
Bei leichten Schlafstörungen helfen Hausmittel: leichte Mahlzeiten, warmes Vollbad, Entspannungsübungen und kühles, durchlüftetes Schlafzimmer. Dazu können auch Lavendel oder Baldrian in Form von Tees oder Düften helfen.


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