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OÖ. Regelmäßige Untersuchungen belegen, dass der Großteil der Spielzeuge sicher ist. Jedoch werden immer wieder auch Produkte am Markt angeboten, die die Gesundheit der Kinder gefährden können. Gerade vor Ostern appelliert Konsumentenschutz-Landesrat Stefan Kaineder an Schenkende, beim Kauf Sorgfalt walten zu lassen.

 (Foto: Family Veldman/famveldman/stock.adobe.com)
(Foto: Family Veldman/famveldman/stock.adobe.com)

Im Vorjahr wurden von der Lebensmittelaufsicht OÖ verschiedene Produktgruppen untersucht, die gerne an Kinder verschenkt werden. Besonders besorgniserregend war das Ergebnis der Untersuchung bei Spielzeug-Kosmetiksets, hier wurden 95 Prozent der geprüften Produkte beanstandet. Zwei Proben aufgrund der Freisetzung von Blei, häufige Probleme waren etwa nicht deklarierte allergene Duftstoffe, unzulässige Farbstoffe oder irreführende Werbeaussagen.

Bei Spielzeugscootern wurde mehr als ein Drittel der Proben beanstandet, da diese erhebliche Sicherheitsmängel aufwiesen. Besondere Vorsicht ist bei Billigspielzeug von Jahrmärkten, Messen und Kirtagen geboten. Die Beanstandungsquote von 70 Prozent in diesem Segment ist auf die teilweise hohe Gesundheitsschädlichkeit der Produkte zurückzuführen.

Als Reaktion darauf wurde eine neue Kontrollstrategie eingeführt: nach Österreich importierte Spielzeuge werden von der Lebensmittelaufsicht in Zusammenarbeit mit den Zollbehörden schon vor Eintritt auf den Markt kontrolliert.

Konsumentschutz-Landesrat Stefan Kaineder dazu: „Spielsachen und Geschenke sollen eine Freude machen. Ich möchte das Bewusstsein schärfen, dass damit auch ein Sicherheitsrisiko verbunden sein kann und an die Eltern appellieren, Qualitätsbewusstsein und die gebotene Sorgfalt beim Kauf walten zu lassen – im Sinne ihres Kindes also bewusst einzukaufen. Bei unserem regionalen Spielwarenhandel sind Sie dabei in besten Händen, egal ob in den Geschäften oder online.“

Worauf bei Spielzeug für Kinder unter drei Jahren geachtet werden sollte:

  • Nur Produkte mit CE-Kennzeichnung kaufen
  • Sämtliches Verpackungsmaterial muss entfernt werden, bevor das Kind das Spielzeug bekommt
  • Knopfzellenbatterien aus leicht zugänglichen Batteriefächern können verschluckt werden, innerhalb von Stunden im Magen zu korrodieren beginnen und Schwermetalle und ätzende Stoffe freisetzen.
  • Zu lange Spielzeugschnüre können ein Strangulationsrisiko bedeuten
  • Bei akustischem Spielzeug darauf achten, dass es nicht zu laut ist. Spielzeughandys etwa können viel zu laut klingeln, am besten hält man sich das Spielzeug selbst an das Ohr.
  • Leicht ablösbare Kleinteile und leicht zugängliches Füllmaterial (etwa durch mangelhafte Nähte) können im Rachen eines Kindes stecken bleiben und Ersticken verursachen. Alles sollte fest angebracht sein und auf Zug sollte sich nichts ablösen.

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