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LINZ. 3.785 Babys erblickten im vergangenen Jahr im Kepler Universitätsklinikum das Licht der Welt: 1.850 Mädchen und 1.935 Buben, davon 89-mal Zwillinge und einmal Drillinge.

 (Foto: KUK/Dominik Derflinger/OÖG)
(Foto: KUK/Dominik Derflinger/OÖG)

„In keinem anderen Bereich unserer Gesellschaft gibt es so viele Emotionen und psychische Ausnahmesituationen, wie bei einer Geburt. Die Natürlichkeit der Geburt und ein höchstes Maß an Sicherheit, durch modernste medizinische und pflegerische Betreuung, stehen im Vordergrund. Es ist uns ein besonderes Anliegen, eine Wahrung der Intimsphäre, Ruhe und Geborgenheit zu vermitteln“, betont Susanne Pichler, leitende Kreißzimmer-Hebamme, denn: „Der erste Hautkontakt (= Bonding) zwischen Mutter und Kind bildet den emotionalen Abschluss der Geburt und ist essenziell für eine frühe Mutter-Kind-Bindung. Darum achten wir besonders auf eine angenehme und entspannte Umgebung, damit ausgiebig gekuschelt werden kann. Laut Studien beeinflusst das Bonding die menschliche Entwicklung sogar bis ins Erwachsenenalter.“

Insgesamt stehen den werdenden Eltern neun, nach der Farbenlehre gestaltete Kreißzimmer zur Verfügung sowie zusätzlich noch drei Entspannungs-Badewannen.

Sichere und möglichst natürliche Geburt erleben

Das ärztliche Betreuungsteam steht im Fall einer Risikogeburt oder bei unvorhergesehenen Komplikationen jederzeit zur Verfügung. „Bei der Geburt gilt es den physiologischen Verlauf bestmöglich zu unterstützen und nur bei Bedarf medizinisch Einfluss zu nehmen. Sollte die Situation ein Handeln erfordern oder ein geburtshilflicher Notfall vorliegen, sind wir als universitärer Maximalversorger und größtes perinatalmedizinisches Kompetenzzentrum in Österreich auf alle Herausforderungen bestens vorbereitet“, betonen die leitenden Oberärzte Iris Scharnreitner und Patrick Stelzl.

„Mit 30,3 Prozent liegen wir, trotz unseres durchschnittlich deutlich höheren Anteils an geburtshilflichem Risiko-Klientel, bei Kaiserschnitten sowohl unter dem österreichweiten Durchschnitt von ca. 32 Prozent als auch unter dem Gesamtdurchschnitt von ca. 36 Prozent vergleichbarer österreichischer Perinatalzentren der höchsten Versorgungsstufe. Auf diese Zahl sind wir ganz besonders stolz, weil diese die hohe Qualität unserer täglichen Arbeit widerspiegelt. Wir unterstützen notwendige Kaiserschnitte, sind aber der Auffassung, dass diese wie jede andere chirurgische Maßnahme, eine eindeutige Rechtfertigung bzw. Indikation benötigen. Aufgrund dieses Vorgehens schaffen wir ideale Grundvoraussetzungen für Folgeschwangerschaften,“ so Peter Oppelt, Vorstand der Universitätsklinik für Gynäkologie, Geburtshilfe und Gyn. Endokrinologie.


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