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LINZ. Von Freitag, 20. Oktober, bis Sonntag, 5. November, bietet der Stationenweg „Leben und Tod auf der Spur“ am St.-Barbara-Friedhof Kindern die Möglichkeit, sich altersgerecht mit dem Tod zu beschäftigen.

Kinder brauchen die Möglichkeit, sich altersgerecht mit dem Tod zu beschäftigen. (Foto: Dobretsberger)

„Für Kinder ist es wichtig, eine eigene Erinnerungs- und Trauerkultur entwickeln zu können. Abschieds- und Trauererfahrungen der Kindheit sind prägend für das ganze Leben“, erklärt Bestatterin und Trauerbegleiterin Julia Dobretsberger aus Linz, die den Weg gemeinsam mit ihrem Mann und Theologin Mayer-Edoloeyi konzipiert hat. Kinder brauchen jemanden, der mit ihnen über den Tod spricht, und das nicht nur, wenn gerade nahestehende Menschen verstorben sind. „Auch der Tod eines Haustieres und Berichte in den Medien können Anlass sein, dass Kinder mehr über das Thema Tod wissen möchten“, weiß Martin Dobretsberger, Landesinnungsmeister der oö. Bestatter. Das Ehepaar ist selbst Eltern von zwei Kindern.

Rund um die Elemente Erde, Feuer, Wasser und Luft wird gebastelt, gemalt, die Natur erkundet und fotografiert. Jedes Kind erhält eine eigene Kerze und eine Feder. Die Kerze wird ganz persönlich gestaltet, die Feder wird Teil von Engelsflügeln. Man erfährt auch, wie man Menschen, die traurig sind, tröstet. Die interaktiven Stationen sind für Kinder im Kindergarten- und Volksschulalter geeignet. Der Stationenweg ist selbsterklärend und kann von Familien zu den Öffnungszeiten von 7 bis 16.30 Uhr besucht werden.

Kinder bei der Trauerfeier miteinbinden

Julia und Martin Dobretsberger ermutigen, gerade Kinder auch in Trauerfeiern miteinzubinden, mit Handlungen, die für sie möglich und verständlich sind, um den Abschied als Familie gemeinsam zu erleben. Ob bunte Blütenblätter statt Erde, Erinnerungsbücher, die mit Fotos und Anekdoten persönlich gestaltet werden, statt Kondolenzbekundungen, ein gemeinsam mit den Kindern bemalter Sarg. „Richtig ist, was guttut!“, bestärkt Martin Dobretsberger. „Ein Abschied ist ein Familienereignis, je persönlicher er gestaltet wird, desto heilsamer wird er auch empfunden“, ermutigt auch Julia Dobretsberger.


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