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30 Jahre Wärmestube: Caritas lädt zum Tag der offenen Tür mit Solidaritäts-Suppen-Essen

Anna Fessler, 03.10.2024 16:40

LINZ. Seit 30 Jahren ist die Wärmestube der Caritas OÖ in Linz Anlaufstelle für Menschen ohne Wohnung. Am Donnerstag, 16. Oktober von 9 bis 17 Uhr lädt die Einrichtung zum Tag der offenen Tür in der Dinghoferstraße 54A mit „Solidaritäts-Suppen-Essen“.

Klaus Schwarzgruber, Leiter der Wärmestube (Foto: Caritas OÖ)
Klaus Schwarzgruber, Leiter der Wärmestube (Foto: Caritas OÖ)

Ein Zufluchtsort für Menschen in Wohnungsnot: Das ist das Tageszentrum Wärmestube der Caritas OÖ. Beim Tag der offenen Tür in der Dinghoferstraße 54A können Besucher den Betrieb und die Räumlichkeiten kennen lernen und gegen eine freiwillige Spende eine „Solidaritäts-Suppe“ essen.

Nicht nur ein Ort zum Aufwärmen und Ausruhen

In der Wärmestube haben die Menschen die Möglichkeit, Wäsche zu waschen, zu duschen und in einem Ruheraum einige Stunden zu schlafen. Es geht aber nicht nur um die Erfüllung dieser Grundbedürfnisse. Klaus Schwarzgruber leitet die Wärmestube, er erklärt: „Unsere Besucher brauchen nicht nur einen Ort zum Aufwärmen und Ausruhen, sondern auch soziale Kontakte, die oft überlebenswichtig sind und ihnen Halt geben, gerade in schwierigen Zeiten.“

Täglich zwischen 80 und 130 Besucher in der Wärmestube

Zudem können Menschen ohne festen Wohnsitz die Wärmestube als Meldeadresse nutzen, um Anträge zu stellen oder Post zu empfangen. Sozialarbeiter der Caritas unterstützen darüber hinaus bei der Wohnungssuche, beim Umgang mit Suchterkrankungen, bei Schuldenproblemen und auch bei der Beantragung von Dokumenten. Wie dringend das Angebot benötigt wird, zeigen die Zahlen: Täglich, auch an Wochenenden und Feiertagen, besuchen zwischen 80 und 130 Menschen die Wärmestube. Jeden Tag werden dort rund 100 Mahlzeiten ausgegeben. Wie die Caritas berichtet, kommen mittlerweile auch Personen, die eine Wohnung haben, sich aber wegen steigender Miet- und Lebenserhaltungskosten kaum noch ihr Essen leisten können. 

„Bei uns werden die Menschen so angenommen, wie sie sind“

Der Zugang zum Hilfsangebot soll so einfach wie möglich sein: „Bei uns werden die Menschen so angenommen, wie sie sind – ohne Vorurteile und auf Augenhöhe. Wir setzen genau da an, wo die Hilfe gerade am dringendsten benötigt wird“, sagt Schwarzgruber. Durch den niederschwelligen Zugang sollen die Besucher Vertrauen aufbauen und die Unterstützung in Anspruch nehmen, die sie gerade brauchen. In weiterer Folge sorgt dann ein Netzwerk aus ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern dafür, dass die Betroffenen gezielt weitervermittelt und begleitet werden.

 

 


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