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„Linz blüht auf“ – und lädt zu Mitmach-Workshops zu neuer Pflanzmethode in Urfahr ein

Karin Seyringer, 03.03.2026 17:28

LINZ. Hitze und Trockenphasen werden häufiger  – besonders in dicht bebauten Stadtteilen. Mit dem Projekt „Linz blüht auf – ganz ohne Gießen“ will das Umweltressort unter Stadträtin Eva Schobesberger (Grüne) die innovative „Schwedische Pflanzmethode“ testen. Auf einer Modellfläche in Urfahr wird das Projekt zu Beginn umgesetzt, Interessierte sind eingeladen, mitzumachen.

Projektleiterin Michaela Köpl, Stadträtin Eva Schobesberger und Maria Gottenhuber (Kommunikation & Social Media) (v. l.) setzen eine hierzulande wenig bekannte Methode: die Verwendung wurzelnackter Pflanzen. (Foto: Stadt Linz)

Das Projekt „Linz blüht auf – ganz ohne Gießen“ nutzt eine bisher wenig bekannte Methode: die Verwendung wurzelnackter Pflanzen – also Pflanzen ohne Erde an den Wurzen. 

Robuster gegenüber Hitzestress

Diese Pflanzen wurzeln schneller und tiefer dorthin, wo die Bodenfeuchtigkeit am höchsten ist. Dadurch sind sie deutlich robuster gegenüber Hitzestress.  Ein weiterer Vorteil: Die Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen wird gefördert. Diese Pilze können Wasser aus feinsten Bodenporen aufnehmen, leiten es gezielt an die Wurzeln weiter. Zusätzlich schützt eine Mulchschicht die Bodenoberfläche vor Verdunstung und Austrocknung. So können klimaresiliente Blühflächen geschaffen werden.

Modellfläche in Urfahr

Im Rahmen des Projekts wird mit Beteilung Interessierter die Pflanzmethode auf einer Modellfläche in Urfahr nun praktisch umgesetzt. Vor der Friedenskirche und gegenüber auf dem Sparkassenplatz werden bestehende Beete in artenreiche, mehrjährige Staudenflächen umgewandelt – insgesamt zirka 120 Quadratmeter.

Auf den Flächen herrschen unterschiedliche Bedingungen: Vor der Friedenskirche haben die Pflanzen den ganzen Tag volle Sonne – hier wird in eine Schicht aus Sandmulch gepflanzt. Auf dem Sparkassenplatz ist bis Mittag volle Sonne, anschließend lichter Schatten. Hier wird die Pflanzmethode in Erde angewandt und anschließend gemulcht. Drei unterschiedliche Pflanzenkombinationen werden eingesetzt. 

Kostenlose Mitmach-Workshops

Praxisnah vermittelt wird das Wissen bei kostenlosen Mitmach-Workshops auf der Modellfläche in Linz-Urfahr. Es wird gezeigt, wie handelsübliche Topfpflanzen mit wenigen gezielten Handgriffen so vorbereitet werden, dass sie mit Wurzeln ohne Erde ausgepflanzt werden können.

Die Termine:

  • Samstag, 28. März, 13 bis 17 Uhr
  • Freitag, 10. April, 13 bis 17 Uhr
  • Samstag, 11. April, 13 bis 17 Uhr

Mehr Infos und Anmeldung unter www.linz-blueht-auf.at

Modellflächen als Lernorte

Die Flächen dienen als dauerhafte Lernorte und können laufend beobachtet werden. Ziel ist es, die Methode langfristig in Linz zu etablieren – sowohl im öffentlichen Raum als auch in privaten Gärten oder Wohnanlagen.

„Baustein für zukunftsfähige Stadtentwicklung“

„Klimagerechte, ressourcenschonende Begrünung ist ein zentraler Baustein für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung – gerade in Zeiten zunehmender Trockenheit“, so Umwelt-Stadträtin Eva Schobesberger. Das Projekt und die Modellfläche biete allen Interessierten die Möglichkeit, Erfahrungen für die zukünftige Anwendung zu sammeln“, lädt sie zum Mitmachen ein.

Projektleiterin Michaela Köpl betont das Potenzial für viele Bereiche: „Ich wünsche mir, dass viele Menschen, die Freude an ihren Gärten haben, und auch Planungsbüros auf diese Methode aufmerksam werden. Dieses Wissen kann im eigenen Garten, bei Friedhofsgräbern, bei Wohnanlagen und öffentlichen Projekten helfen. Wenn wir die natürliche Intelligenz der Wurzeln viel mehr als bisher nutzen, können wir langfristig viel Zeit, Wasser und Geld sparen und auf teure und ressourcenintensive Bewässerungen verzichten.“

Alle Infos: www.linz-blueht-auf.at


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