Starke Spitze aus großer Breite und eine schlüssige Strategie für zehn Jahre
Rückblick auf 2015 und Vorschau auf das kommende Olympiajahr hielten Landeshauptmann Josef Pühringer sowie Sport- und Wirtschaftslandesrat Michael Strugl für das Sportland Oberösterreich.

Sechs Goldmedaillen bei Welt-, vier bei Europameisterschaften, weitere 18 Podestplätze bei derartigen internationalen Großereignissen und 208 Staatsmeistertitel – die sportlichen Frauen und Männer aus dem Land ob der Enns ließen es im zu Ende gehenden Jahr ordentlich krachen. Sehr erfreulich fällt auch ein Blick nach vorne aus. Für die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro bereits qualifiziert sind Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger, Lisa Zaiser und David Brandl (beide Schwimmen) sowie für die Paralympics der sechsfache Kanu-Weltmeister Mendy Swoboda und Tischtennisspieler Egon Kramminger. Weitere werden wohl noch folgen.
Sportstrategie bis 2025
Positive Bewegungskultur in unserem Bundesland noch fester verankern soll die international ausgerichtete Sportstrategie „Oberösterreich 2025“. Die acht Maßnahmenfelder enthalten insgesamt 35 klar definierte Pakete, sollen im Jänner 2016 präsentiert werden sowie eine nachhaltige und umfassende Weiterentwicklung des Sports mit sich bringen. Sie folgt auch dem Leitspruch „Aus einer großen Breite eine starke Spitze formen“.
Fit und gute Schulnoten
Wesentlicher Teil der Sportstrategie ist der „Plan B – die Bewegungsoffensive für Oberösterreich“. Intensiv beschäftigten sich die Verantwortlichen schon heuer mit der Frage, unsere Kinder von Smartphone und Computer wegzuholen und wieder mehr zum Sport zu bringen. Wie wichtig regelmäßige Bewegung für die gesunde Entwicklung und auch den Schulerfolg von Kindern ist, formuliert Jürgen Weineck. „Die fittesten Kinder haben die besten Noten“, so der Sportwissenschafter und Buchautor. Für Strugl steht fest, dass Bewegung ermöglicht, forciert und gefördert werden muss. „Der Grundstein wird vor allem in jenen Schulen gelegt, in denen wir alle Kinder erreichen können. Ein wichtiger Schritt wäre die tägliche Bewegungseinheit. Außerdem wollen wir mit dem Plan B bestehende Projekte besser koordinieren, neue Maßnahmen setzen und noch bessere Rahmenbedingungen für mehr Bewegung schaffen“, nehmen sich der Landesrat und sein Team vor.
Umsetzung läuft bereits an
Die ersten Plan B Maßnahmen laufen bereits an: Informationskampagne für „Sport und Bewegung“ im Zuge der Nachmittagsbetreuung, Sportmotorische Kompetenzfeststellung an Volksschulen, Finanzierung von Lehrgängen für Pädagogen im Bereich Bewegung und Sport, jährlich ein neuer Motorikpark, Kindergartenolympiade ab 2016 jährlich und zweitägig, außerdem ein Olympic Day an allen 26 Sportschulen Oberösterreichs.
2500 aktive Sportvereine
Budgetiert sind für den Sport in Oberösterreich für das neue Jahr 12,1 Millionen Euro, außerdem 2,1 Millionen für die Landessportschule. Mit rund 5900 Sportstätten stehen den Mitgliedern der 2500 Sportvereine zeitgemäße Trainings- und Wettkampfanlagen zur Verfügung. In den Ausbau des Olympiazentrums Sportland Oberösterreich auf der Linzer Gugl werden ab Sommer 2016 neun Millionen Euro investiert. „Um beste Voraussetzungen für Weltklasseleistungen und internationale Erfolge zu schaffen, investiert das Land gezielt in Mannschaften und Einzelsportler sowie in eine moderne Infrastruktur“, nennt Landeshauptmann Josef Pühringer als Beispiele die jüngsten Projekte Turnleistungs- und Leichtathletik-Trainingszentrum oder das Ruderzentrum Linz-Ottensheim als Austragungsort der Weltmeisterschaft 2019 mit rund 1400 Athleten.


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