Starke Frauen und schwächelnde Männer, Brüderpaar beendet Teamkarrieren
LINZ. Zum dritten Mal in der laufenden Meisterschaft verloren die Bundesligaherren von FBC ABAU Linz Urfahr ein Spitzenspiel in drei Sätzen.

Ohne den deutschen Angreifer Max Horber, nach siebenstündiger Anreise von Augsburg nach Laa/Thaya kämpfte der 26-Jährige mit Kreislaufproblemen und musste zur Abklärung ins Spital, ging das Team von Trainer Manfred Leitner gegen Freistadt unter. Besenfalls schwacher Trost war das klare 3:0 gegen Aufsteiger Laa/Thaya. „Wollen wir noch den Sprung in das Finalturnier der besten Drei schaffen, müssen wir uns um mindestens zwei Klassen steigern“, warnt Leitner seine Mannschaft rund um Kapitän Siegfried Simon.
Die Heimspiele gegen Sportunion Grünburg und FSC Wels 08 gehen am Dreikönigstag über die Bühne. Die nächste Doppelrunde mit den Partien gegen UFG Sparkasse Grieskirchen/Pötting und Gastgeber Union Tigers Vöcklabruck steht am 23. Jänner auf dem Programm.
Damen besser in Schuss
Als Tabellendritte auf Tuchfühlung mit Spitzenreiter SU Nußbach und dem Zweiten FSC Wels 08 sind die Damen von FBC ABAU Linz Urfahr. Nach klaren Siegen in Wolkerstorf im Derby gegen SK Vöest (3:0) und Neusiedl (3:1) fehlen nur zwei Punkte auf den ersten Platz.
In der vierten Doppelrunde am Samstag, 9. Jänner (16.30 Uhr), in der Bezirkssporthalle Rohrbach trifft Linz Urfahr auf Nußbach und Arnreit, das wohl wieder auf Topschlägerin Magdalena Lindorfer zurück greifen kann.
Rücktritt nach WM-Bronze
Mit dem letzten Spiel bei der WM im argentinischen Cordoba, Tips berichtete über den Gewinn der Bronzemedaille, endete auch die Karriere des Oberösterreichs Winfried Kronsteiner als Teamchef der Herrennationalmannschaft. „Mit meiner Familie habe ich beschlossen, noch einmal alle Energien in das Projekt Weltmeisterschaft zu investieren und danach mein Amt als Teamchef zurückzulegen“, stand der Entschluss für den Deutsch- und Englischlehrer schon vor den Spielen in Südamerika fest.
Kronsteiner übernahm nach dem WM-Titel 2007 das Kommando und schaffte es mit dem Team bei allen internationalen Großereignissen auf das Podium.
Nachfolgefrage bleibt offen
Wer neuer Teamchef wird, berät das Präsidium des ÖFBB in seiner nächsten Sitzung im Jänner. „In Österreich gibt es einige Experten, die für diese Aufgabe in Frage kommen. Größte Herausforderung ist, diese zeitintensive Aufgabe mit Familie und Beruf zu vereinbaren“, nennt Präsident Gerhard Zeller allerdings keine Namen möglicher Kandidaten.
Seine Teamkarriere beendete auch Kronsteiners Bruder Winfried. In zwölf Jahren brachte es der Angreifer auf 94 Länderspiele und holte mit dem Team elf Medaillen, darunter Gold bei der WM 2007, den World Games 2005 sowie den Europameisterschaften 2002, 2004, 2008 und 2010. Trotz ihrer Teamrücktritte bleiben die Kronsteiners dem Faustballsport erhalten. Klemens spielt für TuS Kremsmünster, wo er Nachwuchsleiter ist. Winfried agierte in der vergangenen Periode als Generalsekretär des Internationalen Verbandes und ist dort aktuell Vorsitzender der Sportkommission. www.oefbb.at


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