Vierfacher Meisterkicker steht auch als Kfz-Techniker seinen Mann
LINZ/OEDT. Den bereits vierten Meistertitel mit Askö Oedt holte Patrick Strauß. Im Tips-Interview bezieht sich der erst 19-Jährige auch auf seine fußballerische und berufliche Zukunft als Kfz-Techniker.

Tips: Als überlegener Landesligameister stand Favorit Askö Oedt schon Wochen vor dem Saisonfinale fest. Wohin soll die Reise mit dem Klub führen und wie sieht deine sportliche Zukunft aus?
Strauß: Nach dem Aufstieg in Oberösterreichs höchste Spielklasse wollen wir auch dort eine hervorragende Rolle spielen. Am Ende soll also wieder ein Spitzenplatz stehen, am besten der fünfte Meistertitel in Serie. Was mich betrifft, bleibe ich zumindest noch eine weitere Saison in Oedt. Das Ende meiner fußballerischen Fahnenstange sehe ich aber erst in der Regionalliga. Der Zug in Richtung Profifußball ist für mich aber wohl abgefahren.
Tips: Welche Charaktereigenschaften machen dich beziehungsweise generell einen erfolgreichen Fußballer aus?
Strauß: Auf jeden Fall muss man konsequent sein und regelmäßig die Trainingseinheiten mit vollem Einsatz absolvieren. Schleifen lassen darf man es auf diesem Niveau schon gar nicht. Meine größte Stärke ist die Schnelligkeit. Um diese auszuspielen, muss ich körperlich im bester Verfassung sein und das ergibt sich eben nicht von selbst.
Tips: Wie gelingt es dir, den doch trainingsaufwändigen Fußballsport sowie die Ausbildung im Lehrbetrieb und an der Berufsschule unter einen Hut zu bringen?
Strauß: Bei in der Regel vier wöchentlichen Trainingseinheiten muss ich mir die Zeit schon sehr gut einteilen. Normalerweise lässt sich das aber machen. Komme ich von der Arbeit oder der Berufsschule nach Hause, bleibt noch Zeit für eine Mahlzeit. Um etwa achtzehn Uhr bin ich auf der Sportanlage, um mich vorzubereiten. Würden wir noch öfter trainieren, wäre die Freizeit gleich Null. Das muss ich aber auch nicht unbedingt haben.
Tips: Worin siehst du die Faszination, sein berufliches Leben als Lehrling selbst frühzeitig in die Hand zu nehmen?
Strauß: Auf den Geschmack, Kraftfahrzeugtechniker zu lernen, brachte mich mein Onkel Gerhard, der selbst in dieser Branche aktiv ist. Wie fast meine gesamte Familie. Als Apfel fiel ich also nicht weit vom Stamm. Der Lehrberuf des Kraftfahrzeugtechnikers ist sehr abwechslungsreich. Den vielen verschiedenen Anforderungen gerecht zu werden ist nicht einfach, aber es lohnt sich, auch hier am Ball zu bleiben.
Tips: Wo siehst du dich beruflich und fußballerisch in zwanzig Jahren?
Strauß: Meinem erlernten Beruf bleibe ich zumindest in den nächsten Jahren auf jeden Fall treu. Auch wenn man nie wirklich genau sagen kann, was die Zukunft bringt. Erlaubt es der Körper, lebe ich meine Leidenschaft Fußball solange es irgendwie möglich ist.
Tips: Vielen Dank für das ausführliche Gespräch.


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