Fünf Bekannte und ein Heimkehrer
Mit einem halben Dutzend Klubs ist Oberösterreich in der neuen Meisterschaft der Regionalliga Mitte vertreten.

Nach dem Aufstieg von Blau-Weiß Linz in die Sky Go Erste Liga und dem Abgang von SV Zaunergroup Wallern zurück in die Oberösterreich-Liga mischen 2016/17 in der dritthöchsten Spielklasse der Republik ATSV Stadl-Paura, Sportunion Raiffeisen Gurten, Aufsteiger SV Pöttinger Grieskirchen, SK Vorwärts Steyr, Sportunion TTI St. Florian und die Spielgemeinschaft FC Pasching/LASK Juniors mit. Der Papierform nach sollten alle sechs Vereine aus dem Land ob der Enns zumindest das Zeug zum Klassenerhalt haben.
Neuerlich klar einstellig
Weiter auf blutjunge Kräfte setzt Pasching/LASK Juniors unter Ronald Brunmayr. Der 41-jährige Steyrer schwingt seit 1. Juli 2015 das Trainerzepter bei der Talenteschmiede des LASK und muss mit seiner Mannschaft die Abgänge von Leistungsträgern verdauen. Nicht mehr an Bord sind unter anderen Bünyamin Karatas (zu FC Liefering), Tobias Pellegrini (Blau-Weiß Linz) oder Routinier Mario Hieblinger, der seine Karriere beim ATSV Stein ausklingen lässt. Ein klar einstelliger Tabellenplatz sollte sich am Ende aber neuerlich ausgehen.
Platz drei als hohe Latte
Mit Endrang drei auf das beste Ergebnis der Vereinsgeschichte blicken die Florianer „Sängerknaben“ zurück. Während Kevin Hinterberger (ATSV Stadl-Paura), Thomas Schaffelner (Donau Linz) und Simon Priglinger-Simader (Edelweiß Linz) von dannen zogen, zählt Erfolgstrainer Mario Messner auf drei Neuzugänge. Neben Jakob Lutz vom SC Marchtrenk und Benedikt Hofer (Akademie Unterhaching/Bayern) verpflichteten die Florianer Torhüter Andreas Michl. Der bereits 36-jährige Routinier zwischen den Pfosten sammelte wertvolle Bundesligaerfahrung (SV Ried, SCR Altach) und spielte zuletzt eine bärenstarke Saison bei ATSV Stadl-Paura. Rang drei wird“s für St. Florian wohl nicht wieder spielen, dafür einen Platz im gesicherten Mittelfeld.
Spanische Stürmerhoffnung
Zumindest ähnlich stark wie in der Vorsaison sollten sich die Stadlinger unter Christian Mayrleb präsentieren. In der Offensive zählt der „Trainerfuchs“ besonders auf Adan Ravelo Exposito. Der Spanier wurde von der UVB Vöcklamarkt verpflichtet, ist pfeilschnell und technisch bestens beschlagen. Dass der 20-Jährige seinen Ruf als „Chancenvernebler“ ablegen muss, ist freilich auch kein Geheimnis.
Erklärtes Ziel Klassenerhalt
Nach acht Jahren zurück in der Regionalliga ist Grieskirchen. „Wir streben ohne Wenn und Aber den Klassenerhalt an und wollen ab der ersten Runde nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben“, baut Langzeit-Trainer Helmut Wartinger vor allem auch auf die Torjägerqualitäten des stürmenden Dauerbrenners Daniel Maria Lindorfer. Der 31-Jährige erzielte in den beiden letzten Spielzeiten 48 Volltreffer für Grieskirchen und kürte sich in der Saison 2015/16 zum OÖ-Liga-Schützenkönig.
Einen nächsten Schritt nach vorne machen will Gurten unter Rainer Neuhofer. „Eine weitere Steigerung in spielerischer Hinsicht nehmen wir uns jedenfalls vor“, bestätigt der Chefcoach.
Mit einem an allen Ecken und Enden veränderten Spielerkader muss Vorwärts-Trainer Gerald Scheiblehner zurechtkommen. Zehn Abgängen stehen acht Neuerwerbungen gegenüber. Treten die Steyrer wie bei der 1:3-Cupniederlage gegen Red Bull Salzburg auf, dürfen die Fans mit einem Erfolgslauf spekulieren.


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