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Sandra Reichel bringt wieder Spitzentennis nach Linz

Wolfgang Schobesberger, 01.10.2018 15:57

Linz. Diese Woche geht mit dem Upper Austria Ladies Linz das größte Damensportereignis des Jahres über die Bühne. Die Vorbereitungen laufen jetzt auf Hochtouren. Trotz Terminstress nahm sich Turnierdirektorin Sandra Reichel Zeit, um über das Turnier, die heimlichen Hoffnungen und über die Nachwuchsarbeit zu sprechen.

  1 / 3   Turnierdirektorin Sandra Reichel organisiert mit den Upper Austrian Ladies Linz die größte Damensport-Veranstaltung Österreichs. Fotos: Privat

Tips: Stimmt es, dass das Turnier ins Leben gerufen wurde, damit Sie als Nachwuchsspielerin auch einmal ein Turnier in der Heimat spielen konnten?

Sandra Reichel: Es ist wirklich so, das erste Turnier in Wels hat damit zu tun, dass ich Tennis gespielt habe. Die ganze Entwicklung unseres Unternehmens (Anm.: Matchmaker) basiert eigentlich darauf, dass ich Tennis gespielt habe. Das Turnier hat sich dann immer mehr entwickelt, aber das waren die Anfänge.

Tips: Heute sind Sie Turnierdirektorin dieses großen Turniers – was sind Ihre Aufgaben?

Reichel: Als Turnierdirektorin muss ich schauen, dass die Verhandlungen mit Spielerinnen und ManagerInnen passen. Ich muss darauf achten, dass das Regelwerk WTA eingehalten wird, das ist ein Rulebook mit 400 Seiten. Das reicht von dem, was die Spielerinnen essen dürfen, was in der Players Lounge vorhanden sein muss, über die Arbeit mit der Presspresse, den Aufbau der Technik, die Arbeit mit den Sponsoren, das Ticketing ... – im Prinzip läuft alles über meinen Schreibtisch.

Tips: Wie lange laufen die Vorbereitungen und wieviele Leute sind beim Turnier im Einsatz?

Reichel: Das lässt sich nicht so einfach einschränken, eigentlich das ganze Jahr lang, aber wirklich intensiv sind es dann sechs Monate. Beim Turnier selber sind dann über 200 Leute im Einsatz, das ist mit Ballkindern, das sind allein rund 50 Ballkinder.

Tips: Mit dem Turnier will man den Fokus der Sportwelt besonders auf Oberösterreich und Linz lenken. Was bringt das Turnier für die Region?

Reichel: Seit 2016 unterstützen uns Stadt und Land. Daraus entstand dann auch der Name Upper Austria Ladies Linz, das passt sehr gut. Mit dem Namen steht man weltweit in jedem Turnierkalender und kommt bei jeder Berichterstattung vor. Tennis ist der Damensport weltweit, da liegt ein großer Fokus drauf, das hat eine unglaubliche Werbewirksamkeit für das Land Oberösterreich und für die Stadt Linz. Das Turnier ist in über 110 Ländern im TV präsent. Wir sind auch neben den Grand Slams das einzige Turnier, das etwa auf Eurosport von Mittwoch bis Sonntag täglich zu sehen ist. Das Turnier wird in Saudi Arabien, in Amerika, in Asien – rund um die Welt – gesehen, das ist eine beachtliche Strahlkraft.

Tips: Ein besonderer Schwerpunkt wird dieses Jahr auch auf den Tennisnachwuchs gelegt.

Reichel: Wir haben diesmal erstmals eine Wildcard-Challenge, bei der sich Spielerinnen für eine Wildcard für die Turnier-Qualifikation qualifizieren können (Anm.: die 16-jährige Mavie Österreicher setzte sich durch). Die Mädels, die daran teilnehmen, müssen alle unter 21 Jahren sein. Die Siegerin erhält dann eine Wildcard. Dann kommt noch die Judy Murray (Mutter von Andy und Jimmy Murray) mit ihrem Kids-Programm „Miss-Hits“ für Mädchen zwischen sechs und zehn Jahren. Ich glaube, jedes Mädel, das bei ihr dieses Camp gemacht hat, liebt es, Tennis zu spielen, weil sie es schafft, Spaß am Tennis zu vermitteln.

Tips: Mit Barbara Haas haben Sie eine Linzer Lokalmatadorin verpflichtet, ihr Saisonstart verlief nicht ganz ideal, was trauen Sie ihr zu?

Reichel: Sie bekommt eine Wildcard für das Turnier. Es ist vielleicht nicht ihre stärkste Saison, aber jetzt durch den Turniersieg in Sofia – das ist ein 25.000 Dollar-Turnier (Anm.: Linz ist mit 250.000 Dollar dotiert), das muss man erst mal gewinnen – das war glaub ich ganz wichtig fürs Selbstvertrauen. Sie müsste wirklich nur einmal ein großes Match gewinnen, denn es fehlt bei ihr wirklich nicht viel. Man merkt auch, dass es ihr total taugt, zu Hause, vor heimischem Publikum, zu spielen, deshalb hoffe ich auch, dass bei ihrem Erstrundenmatch (vmtl. am Dienstag) die Halle echt bummvoll ist und die OberösterreicherInnen sie ordentlich anfeuern. Wenn sie einmal so eine Partie gewinnt, dann könnte sie durchstarten.

Die Teilnehmerinnen

Turnierprogramm

  

Barbara Haas


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